Heute ist der 23.05.2026 und wir blicken auf das Marchfeld, wo die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Obersiebenbrunn an innovativen Lösungen für die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft forscht. Die Klimaveränderungen lassen grüßen! Immer öfter erleben wir hier längere Trockenphasen und steigende Temperaturen, die die Ackerbauern ganz schön ins Schwitzen bringen. Der Niederschlag ist rückläufig – im Schnitt nur 552 mm pro Jahr, während die Verdunstung bei satten 906 mm liegt. Das bedeutet eine negative Wasserbilanz, die man während der Vegetationsperiode durch gezielte Bewässerung ausgleichen muss.

Das ist keine leichte Aufgabe, aber die LFS Obersiebenbrunn nimmt sich dieser Herausforderung an. Hier wird nicht nur geforscht, sondern auch aktiv ausprobiert. Die verschiedenen Bodenbearbeitungsformen und modernen Bewässerungstechniken stehen im Mittelpunkt. Intensive Bodenbearbeitung lässt Wasser schnell in die oberste Schicht eindringen, während eine reduzierte Bearbeitung das Wasser länger speichert. So bleibt es den Pflanzen besser erhalten und sie können sich an die klimatischen Gegebenheiten anpassen.

Wasser, das Lebenselixier

Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hebt die Bedeutung dieser Forschungsarbeit hervor. Sie betont, wie wichtig es ist, die Produktivität der Agrarregion zu sichern und gleichzeitig verantwortungsvoll mit unseren Wasserressourcen umzugehen. Und das ist genau der Punkt, an dem die LFS Obersiebenbrunn ansetzt. Die Forscher untersuchen smarte Bewässerungssysteme wie Tropfbewässerung, Rohrnetzbewässerung und Großflächenregner. Dabei kommen moderne Sensortechniken zum Einsatz: Bodensensoren messen den Wassergehalt bis zu einem Meter tief im Boden und übermitteln die Daten in Echtzeit. Bei einem Matrixpotenzial von über 100 Centibar wird dann empfohlen, mit der Bewässerung zu beginnen.

Die Ergebnisse sind vielversprechend! Erste Versuche zeigen, dass die Bewässerung eng mit der Kultur und der Bodenbearbeitung verbunden ist. Smarte Systeme sind nicht nur effektiv, sondern auch ressourcenschonend. Mikroberegnung oder Tropfbewässerung können je nach Kultur gezielt eingesetzt werden. Über solarbetriebene Messstationen können die Daten sogar online abgerufen werden – das ist doch mal ein Fortschritt, oder?

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Bodenphysik und landeskulturelle Wasserwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien, sowie mit der NÖ Landwirtschaftskammer und den Landwirten der Region, spielt eine entscheidende Rolle. Gemeinsam wird an den besten Lösungen für die jeweilige Kultur geforscht. Denn eines ist klar: Nur durch gemeinsames Handeln können wir die Herausforderungen der klimatischen Veränderungen meistern und gleichzeitig stabile Erträge sichern.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

So bleibt das Marchfeld nicht nur ein Ort für Landwirtschaft, sondern wird auch zum Schauplatz für innovative Forschung und nachhaltige Lösungen. Wenn die LFS Obersiebenbrunn weiterhin so engagiert arbeitet, dürfen wir gespannt sein, was die Zukunft bringt. Und vielleicht gibt es bald ein paar frische Ideen, die auch über die Grenzen des Marchfelds hinaus strahlen!