In Amstetten und Unterwaltersdorf ist der Pfingstsonntag ein ganz besonderer Tag. Da wird der Maria-Hilf-Segen der Salesianer Don Boscos gefeiert. Ein Segen, der nicht nur in der Region, sondern weltweit einen hohen Stellenwert hat. Besonders spannend ist, dass dieser Segen jeden 24. des Monats gespendet wird, mit einem festlichen Höhepunkt am 24. Mai – dem Maria-Hilf-Fest. Dieses Datum hat auch eine tiefere Bedeutung: Es erinnert an die weltweite Gebetsinitiative für die Kirche in China, die Papst Benedikt XVI. 2007 ins Leben rief. In diesem Jahr fällt der 24. Mai auf Pfingsten und wird somit mit noch mehr Bedeutung belegt.

Der Maria-Hilf-Segen hat seine Wurzeln in der tiefen Verehrung Mariens durch den Ordensgründer Johannes Bosco. Er sah Maria unter dem Titel „Hilfe der Christen“ als eine göttliche Anweisung an. Das ist kein Zufall, denn dieser Titel wurde bereits 1815 von Papst Pius VII. eingeführt! Don Bosco glaubte fest daran, dass Mariens Hilfe in allen Lebenslagen zur Verfügung steht und dass jeder, der auf sie vertraut, nie enttäuscht wird. Besonders bemerkenswert ist, dass die Maria-Hilf-Basilika in Turin, die von Don Bosco errichtet wurde, ein wichtiges Symbol dieser Verehrung ist. Wenn man dort steht, spürt man die Kraft und die Spiritualität, die von dieser Stätte ausgeht.

Eine Tradition, die verbindet

Der Segen wurde 1878 von Papst Leo XIII. offiziell approbiert und ist seither ein fester Bestandteil der salesianischen Spiritualität. Der frühere Olympiakaplan P. Bernhard Maier hebt hervor, dass diese Tradition nicht nur ein Relikt der Vergangenheit ist, sondern lebendig bleibt. An jedem 24. des Monats sind viele Gläubige zusammengekommen, um diesen Segen zu empfangen und damit ihre Verbundenheit mit Maria, der „Hilfe der Christen“, auszudrücken.

Die Feierlichkeiten am Maria-Hilf-Fest sind besonders eindrucksvoll. Don Bosco feierte dieses Fest gerne mit Jugendlichen und betonte stets die Wichtigkeit, aktiv zu handeln und nicht nur auf göttliche Hilfe zu warten. Die Andacht zu Maria, Hilfe der Christen, ist nicht nur ein frommer Brauch, sondern entsteht aus konkreten Erfahrungen und dem Glauben an Wunder. Während der Novene, die jederzeit gebetet werden kann, sind Themen wie die Unterstützung der Kirche und Hilfe in Nöten zentral. Das zeigt, wie vielseitig und tiefgründig diese Tradition ist.

Ein Glaube, der verbindet

Der Gedenktag der Jungfrau Maria im Marienheiligtum She-Shan in Shanghai wird an diesem Tag besonders verehrt. Es ist eine schöne Geste, dass die Gläubigen weltweit an diesem Datum zusammenkommen, um für die Anliegen der Kirche zu beten. Man denkt vielleicht, dass so etwas nur in der großen, weiten Welt passiert, aber in Amstetten wird es ganz nah und greifbar. Die Menschen hier spüren die Kraft dieser Gemeinschaft und der Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

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Das ist auch der Grund, warum die Salesianer in ihrer Pfarre so viel Vertrauen in den Maria-Hilf-Segen haben. Giovanni Bosco, der Gründer, hatte schon als Kind einen tiefen Glauben, betete täglich den Rosenkranz und erlebte Wunder, die seinen Glauben stärkten. In einem seiner Träume sah er zwei Säulen: eine mit der Statue der Gottesmutter und die andere mit einer leuchtenden Hostie. Diese Vision war für ihn ein Zeichen, dass die Verehrung Mariens und das Allerheiligste die Rettung für die Kirche und sein Jugendwerk darstellen.

Wenn man darüber nachdenkt, wird einem klar, wie wichtig diese Tradition für viele Menschen ist. Sie gibt Halt, Hoffnung und die Möglichkeit, in schweren Zeiten Kraft zu schöpfen. Don Bosco selbst hatte zu Beginn der Bauarbeiten an der Maria-Hilf-Basilika nur 40 Cent in der Tasche, aber er war überzeugt, dass die Muttergottes das nötige Geld für den Bau beschaffen würde. Und tatsächlich geschahen viele Heilungen während des Bauprozesses. Ein wahres Wunderwerk der Glaubenskraft!