Heute ist der 19.05.2026 und die Situation rund um das Don Bosco-Jugendheim in Amstetten sorgt für viel Aufregung. Im Fokus steht die SPÖ-Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr, die sich energisch für die Rettung des Heims einsetzt. Sie hat eine parlamentarische Anfrage an den FPÖ-Landesrat Martin Antauer gerichtet, um Licht ins Dunkel zu bringen. Warum, so fragt sie, wird bei Kindern und Jugendlichen gespart? Wo sind die Gespräche mit den Verantwortlichen geblieben?
Die Antwort ist ernüchternd: Antauer hat die Jahresförderung von 50.000 Euro für das Jugendheim gestrichen. Seine Begründung – ideologische Gründe – lässt aufhorchen. Er behauptet, keine Unterstützung für „links-woken Wahnsinn“ und LGBTIQ-Veranstaltungen leisten zu wollen. Dabei sind im Don Bosco-Jugendheim nur wenige Veranstaltungen zur LGBTIQ-Thematik geplant. Ein schmaler Grat zwischen politischer Positionierung und der Realität vor Ort.
Politischer Widerstand
Die Grünen sind ebenfalls auf den Zug aufgesprungen und haben durch ihren Abgeordneten Dominic Hörlezeder einen Antrag eingebracht, um den ausstehenden Förderbetrag an den Jugendhort zu überweisen. Er will nicht tatenlos zusehen, während die Jugendlichen im Stich gelassen werden. Zudem wurde eine Resolution des Amstettner Gemeinderats an Antauer formuliert, um das Geld bereitzustellen. Doch das Ganze wurde als zahnloses Bittschreiben abgetan – ein weiterer Beweis für die Sturheit und die fehlende Gesprächsbereitschaft seitens Antauer und seines Büros.
Die Diskussion wird immer hitziger. Antauer und seine Partei haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Amstettner FPÖ-Funktionäre argumentieren, dass sein Integrationsreferat nicht für die Jugendförderung zuständig sei. Ein merkwürdiges Argument, wenn man bedenkt, dass es gerade die Jugend ist, die hier leidet. Und in einer Debatte um den Jugendgemeinderat in St. Pölten wurde Antauer ebenfalls kritisiert, was das Bild seiner politischen Integrität nicht gerade aufpoliert.
Die Stimme der Gleichbehandlung
Kritik kommt auch von der Gleichbehandlungsbeauftragten von Niederösterreich, Claudia Grübler-Camerloher. Sie hat auf Antauers Äußerungen reagiert und eine Empfehlung zur Beachtung des Gleichheitsgesetzes übermittelt. Ein klarer Hinweis, dass die politischen Entscheidungen nicht nur Menschenleben betreffen, sondern auch rechtliche Konsequenzen haben können. Die Frage bleibt, wie lange die Verantwortlichen noch wegschauen können, während die Jugendlichen in Amstetten um ihre Unterstützung kämpfen.
Diese Situation könnte nicht nur das Don Bosco-Jugendheim gefährden, sondern auch die Zukunft junger Menschen in der Region. Es bleibt abzuwarten, ob Antauer und seine Partei ihre Haltung überdenken. Der Druck von Seiten der Opposition und der Zivilgesellschaft wächst – und das nicht ohne Grund. Fakt ist: Die Jugend hat das Recht auf Förderung und Unterstützung, unabhängig von politischen Ideologien.