Am 2. Mai 2026 war es endlich soweit: Die 32. Auflage der „Mostbarkeiten“ wurde feierlich eröffnet. Landeshauptmann Daniel Fellner und LHStv. Martin Gruber ließen es sich nicht nehmen, diese bedeutende Veranstaltung im historischen Zogglhof in St. Paul zu eröffnen. Ein Ort, der nicht nur Geschichte atmet, sondern auch als modernes Kompetenzzentrum für Obstverarbeitung bekannt ist. Hier trifft Tradition auf Innovation und das Herz der Regionalität schlägt besonders laut!
Die internationale Fachmesse für bäuerliche Obstverarbeitung lockt an zwei Tagen zahlreiche Besucher und Fachleute aus dem Alpen-Adria-Raum und darüber hinaus an. Die Produktpräsentationen reichen von köstlichen Mosten und frischen Säften bis hin zu edlen Bränden. Ein Hochgenuss für alle, die das Besondere lieben! Die „Galerie der Mostbarkeiten“ ermöglicht es den Gästen, die Vielfalt der regionalen Produkte zu verkosten und direkt mit den Produzenten ins Gespräch zu kommen.
Ein Blick in die Geschichte
Die Wurzeln dieser beeindruckenden Veranstaltung reichen bis ins Jahr 1988 zurück, als Landwirte im Verein „Mostland St. Paul“ zusammenkamen, um die Qualität bäuerlicher Produkte zu fördern. Seither hat sich die Messe zu einer Marke mit internationalem Ruf entwickelt, die nicht nur die heimischen Obstverarbeiter, sondern auch Teilnehmer aus den USA und Südafrika anzieht. Ein Zeichen dafür, dass die Leidenschaft für Obstverarbeitung keine Grenzen kennt!
Die Pionierarbeit des Vereins unter Obmann Hans Köstinger wurde gebührend gewürdigt. Mit seinem Team hat er den Zogglhof seit 1997 zu einem Zentrum für Obstveredelung ausgebaut. Hier werden Produkte zur Bewertung und Analyse geschickt, um die Qualität auf internationales Niveau zu heben. So wird nicht nur die Wertschöpfung in der Region gesteigert, sondern auch das Wissen um Obstbau und Vermarktung gefördert.
Ökologische Verantwortung und regionale Identität
Besonders auffällig war die Betonung der ökologischen Bedeutung des Obstbaus für die Kärntner Kulturlandschaft, die LHStv. Martin Gruber in seiner Rede hervorhob. Die Pflege der Streuobstwiesen im Lavanttal, die als wichtige Elemente der Landschaftspflege gelten, trägt zur Erhaltung der Biodiversität und der regionalen Identität bei. Es ist ein bisschen wie mit einem guten Wein: Er braucht Zeit, Pflege und die richtige Umgebung, um sein volles Potenzial zu entfalten!
Die Mostbarkeiten sind damit nicht nur eine Messe, sondern auch ein Symbol für Nachhaltigkeit und regionalen Stolz. Der Obstbau hat in ländlichen Regionen eine entscheidende Rolle, schafft Arbeitsplätze und sorgt für eine lokale Wertschöpfung. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Bevölkerungswachstum wird die Bedeutung des heimischen Obstanbaus immer offensichtlicher. Die Verbindung zwischen Tradition und Innovation ist dabei der Schlüssel zur Stärkung der Ernährungssicherheit und der Regionalentwicklung.
Wenn man durch die Stände schlendert und die Vielfalt der Produkte entdeckt, merkt man, wie wichtig die Mostbarkeiten nicht nur für die Produzenten, sondern auch für die gesamte Region sind. Hier wird Heimatverbundenheit spürbar, und das Wissen um Obstbau und Veredelung wird lebendig. Die Zukunft des Obstbaus in Kärnten sieht vielversprechend aus, und die Mostbarkeiten sind ein lebendiges Zeugnis dafür.