Wirtschaftsrevival in Unterkärnten: Wie Tourismus und Kreativität die Ortskerne beleben können
Heute ist der 12.06.2026, und während die Sonne über Wolfsberg aufgeht, stehen die Unternehmer der Region vor einer spannenden, aber auch herausfordernden Zeit. Jüngste Studien der LEADER-Region Unterkärnten haben eine Wirtschaftsstrukturanalyse für die Bezirke Völkermarkt und Wolfsberg durchgeführt. Das große Ziel? Die Stadt- und Ortskerne weiterzuentwickeln und zu beleben. Doch die Realität sieht etwas anders aus: Die Bevölkerungsentwicklung wirkt sich negativ auf den lokalen Handel aus. Viele Menschen geben ihre Kaufkraft lieber außerhalb der Region aus – vor allem im Online-Handel. Das ist, gelinde gesagt, ein echtes Dilemma.
Die Kaufkraft in Unterkärnten liegt bei etwa 90 Prozent des österreichischen Durchschnitts, was nicht gerade eine glänzende Bilanz ist. Umso mehr stellt sich die Frage, wie man die Menschen wieder in die Geschäfte vor Ort locken kann. Die wichtigste Kundengruppe sind die Touristen, die die Region besuchen. Und hier gibt es Grund zur Hoffnung! Der Tourismus am Klopeiner See wird bis 2025 voraussichtlich um 15 Prozent zunehmen. Rudolf Bredschneider, der Wirtschaftskammer-Obmann in Völkermarkt, hebt das immense Potenzial des Tourismus für den regionalen Handel hervor. Das klingt doch vielversprechend!
Die Herausforderung des stationären Handels
Doch trotz dieser positiven Prognosen bleibt der stationäre Handel unter Druck. Unternehmer kritisieren die Situation der lokalen und regionalen Kaufkraft sowie das Mietpreisniveau, das vielen den Atem raubt. Gerhard Oswald, der WK-Bezirksstellenobmann in Wolfsberg, sieht in den Ergebnissen der Befragung – die 2617 Konsumenten, 484 Handelsbetriebe und 106 Unternehmer umfasste – eine Bestätigung des Vertrauens der Menschen in die regionalen Betriebe. Das Vertrauen ist also da, aber die Herausforderungen sind nicht von der Hand zu weisen.
Ein weiterer Punkt, der nicht ignoriert werden kann: Die Studien zeigen, dass die einzelhandelsrelevante Kaufkraft in Unterkärnten bei etwa 24.400 Euro pro Einwohner liegt, was über dem Kärntner Durchschnitt ist. Dennoch gibt ein zunehmend größerer Teil dieser Kaufkraft das Geld außerhalb der Region aus. Und das nicht nur im Online-Handel, sondern auch in den Ballungsräumen Klagenfurt und Graz. Der Druck wächst, und viele Unternehmen nutzen digitale Verkaufs- und Marketinginstrumente nur eingeschränkt. Da ist Handlungsbedarf angesagt!
Chancen für die Ortskerne
Die Herausforderungen sind also klar, aber die Studie hat auch einen Lichtblick: Die Ortszentren haben durchaus Entwicklungspotenzial! Ja, es gibt Leerstände, die drängend angegangen werden müssen, aber es gibt auch viele Ideen für neue Ansätze im Leerstandsmanagement und stärkere Zusammenarbeit zwischen Gemeinden. Man könnte fast sagen, es gibt einen frischen Wind, der durch die Region weht.
Besonders beeindruckend ist die touristische Intensität im Bezirk Völkermarkt: Mit 26,3 Nächtigungen pro Einwohner liegt man über dem Kärntner und österreichischen Durchschnitt. Das bedeutet, dass die Region für Tagesgäste und Urlauber attraktiv ist. Das sollte man nutzen, um Gäste für Einkäufe in die Ortszentren zu gewinnen. Ein klarer Appell an die regionalen Betriebe, kreativ zu sein und die Chancen zu ergreifen!
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ergebnisse der Studie als Grundlage für die weitere Entwicklung der Region dienen sollen. Gemeinden, Wirtschaft und Politik sind gefordert, gemeinsam Maßnahmen umzusetzen. Die Zeit zum Handeln ist jetzt, und vielleicht, nur vielleicht, könnte die Region Unterkärnten bald wieder blühen und florieren.
