In Völkermarkt, wo der Schießsport eine lange Tradition hat, blickt der Schützenverein auf eine erfolgreiche Geschichte zurück. Gegründet wurde der Verein bereits 1961 und seither ist er eine wichtige Anlaufstelle für Schützen in der Region. Mit Größen wie Michael und Theodor Wedenig sowie Christian Amann hat der Verein schon mehrere österreichische Meister hervorgebracht, die den Namen Völkermarkt in die Welt des Schießsports getragen haben. Doch auch in diesem Jahr, konkret Ende März 2023, war das Ziel hochgesteckt: Bei den österreichischen Meisterschaften traten fünf Schützen des Vereins an. Die Platzierungen blieben zwar hinter den Erwartungen zurück, doch Obmann Theodor Wedenig war mit der Leistung der Athleten durchaus zufrieden. Oft sind es die kleinen Fortschritte, die den großen Unterschied machen.
Die Herausforderungen bleiben nicht aus. Der Verein musste im Jahr 2023 aufgrund des Abrisses des ehemaligen Gymnasium-Standorts umziehen. Die neue Trainingsstätte befindet sich nun in der Völkermarkter Innenstadt und bietet Platz für 25 aktive Schützen, die regelmäßig zweimal pro Woche trainieren. Interessanterweise gilt am Schießstand ein striktes Handyverbot. Das mag zunächst seltsam erscheinen, doch es hat sich gezeigt, dass diese Regelung die Konzentration der Schützen merklich steigert. Positive Rückmeldungen von Eltern belegen, dass die Kinder durch das Training fokussierter und motivierter an die Sache herangehen. Ein weiterer Pluspunkt ist das Stabilisationstraining, das unter der fachkundigen Anleitung von Sportwissenschaftlerin Anna Wedenig angeboten wird. Hier wird nicht nur der Schießstil verbessert, sondern auch die körperliche Fitness gefördert – und das ist ja bekanntlich ein wichtiger Faktor im Sport.
Kooperation mit Schulen
Ein ganz besonderes Anliegen des Schützenvereins ist die Zusammenarbeit mit der Volks- und Mittelschule Völkermarkt. Ziel dieser Kooperation ist es, Kindern den Schießsport näherzubringen und sie für diese spannende Disziplin zu begeistern. So wird nicht nur der Nachwuchs gesichert, sondern auch das Bewusstsein für Präzision und Konzentration gefördert. Denn in einer Welt, die oft hektisch und ablenkend ist, kann der Schießsport eine wertvolle Fähigkeit vermitteln: die Fähigkeit, sich ganz auf eine Aufgabe zu konzentrieren.
Und während die Schützen in Völkermarkt sich auf ihre Trainingszeiten und Wettkämpfe vorbereiten, gibt es auch überregionale Highlights. So ist die Anmeldung für das Franz Schütz Memorial 2026 bereits ab sofort möglich. Für ausländische Gäste gibt es jedoch einige wichtige Informationen: Bei der erstmaligen Registrierung auf der ASF-Website muss darauf geachtet werden, die richtige Nation auszuwählen. Wer „Österreich“ auswählt, muss eine Prüfung der ASF-Nummer durchlaufen, die für ausländische Gäste nicht relevant ist. Das sorgt für ein wenig Verwirrung, aber hey – wo wäre der Sport ohne etwas Herausforderung?
In Völkermarkt wird also nicht nur der Schießsport gelebt, sondern auch die Gemeinschaft gefördert. Der Verein hat sich als wichtiger Teil der lokalen Sportlandschaft etabliert und zeigt, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können. Egal, ob jung oder alt – hier findet jeder seinen Platz. Und wer weiß, vielleicht wird der nächste österreichische Meister ja direkt aus dieser talentierten Gruppe hervorgehen!