In Pollheim bei St. Michael, genau dort, wo die Luft nach frischem Heu und köstlichen Jausen riecht, betreibt die Familie Heritzer eine Jausenstation, die mehr ist als nur ein Ort zum Essen. Hier, unter einem Dach, leben drei Generationen: Anton, der Großvater, Martin, der Sohn, und Lukas, der Enkel. Gemeinsam pflegen sie nicht nur den Hof, sondern auch das, was in der heutigen Zeit oft verloren geht – den Zusammenhalt und die gemeinsamen Mahlzeiten. Bei ihnen wird das Essen zum Ritual, das die Familie zusammenbringt.

Anton Heritzer, der mit 25 Jahren den Hof übernahm, hat viel erlebt. Aufgewachsen mit einer Mutter, die 48 Jahre lang im Rollstuhl war, hat er früh gelernt, dass Herausforderungen auch eine Chance für Wachstum sein können. Der Hof, der mittlerweile in der neunten Generation bewirtschaftet wird, hat sich im Laufe der Jahre stark gewandelt. Früher wurde alles mit Handarbeit und Pferden erledigt, heute ist die Mechanisierung nicht mehr wegzudenken. Doch trotz aller Veränderungen bleibt die Philosophie der Familie gleich: Akzeptanz und Respekt sind die Grundpfeiler, um Probleme gemeinsam zu lösen.

Ein Blick in die Zukunft der Landwirtschaft

Martin, 44 Jahre alt und gelernter Zimmerer und Landwirt, hat zwei Söhne, Lukas (14) und Florian (10). Lukas wird im kommenden Schuljahr die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) St. Andrä besuchen, um sich in der Agrarwirtschaft weiterzubilden. Diese Fachschulausbildung ist in der heutigen Zeit von großer Bedeutung. Sie ermöglicht nicht nur die selbständige und eigenverantwortliche Führung eines Betriebs, sondern auch die Mitgestaltung betrieblicher Prozesse. Außerdem legt sie den Grundstein für eine Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister oder zum staatlich geprüften Betriebswirt in der Fachrichtung Agrarwirtschaft. Es gibt sowohl einjährige als auch zweijährige Fachschulen, die praktische Übungen und Fachexkursionen anbieten – ideale Voraussetzungen für die nächste Generation von Landwirten.

Die Heritzers haben ihre Wurzeln tief in der Direktvermarktung, die in den 1960er-Jahren von Anton und Sophie Heritzer ins Leben gerufen wurde. Heute, im Jahr 2026, wird die Direktvermarktung in dritter Generation fortgeführt. Ihr Angebot umfasst nicht nur die beliebten belegten Brote und Ripperl, sondern auch warme Speisen, frisch zubereitet aus eigenen Produkten. Diese werden direkt ab Hof erzeugt und verarbeitet, und die Familie bewirtschaftet stolze 28 Hektar Land, wo sie Kühe, Jungvieh und Schweine halten. Man findet ihre Produkte auch am Bauernmarkt am Weiher, wo die frische Luft und die fröhlichen Gesichter der Besucher für eine einladende Atmosphäre sorgen.

Ein Leben für die Landwirtschaft

Anton, der 2021 nach 21 Jahren die Funktion als Obmann des Landesverbands der bäuerlichen Direktvermarkter zurücklegte, hat sein Leben der Landwirtschaft gewidmet. Als Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Kärnten von 2011 bis 2019 erhielt er sogar das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten für sein Engagement. Das zeigt, wie stark die Verbindung zur Heimat und zur Landwirtschaft ist – die Werte, die für die Familie Heritzer zählen, sind in ihrer Arbeit und ihrem Alltag spürbar.

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Doch nicht nur die Familie Heritzer ist von dieser Leidenschaft geprägt. Der Bildungsserver Agrar bietet eine Vielzahl an Informationen zur landwirtschaftlichen Berufsbildung. Hier finden sich nicht nur Ausbildungsberufe, sondern auch Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung nach der Ausbildung. Ob zum Meister oder Techniker – die Wege stehen offen. Die Fachschulen in Hessen sind nur ein Beispiel für die zahlreichen Ausbildungsstätten, die auf dem Weg zur Selbstständigkeit helfen.

In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt die Familie Heritzer ein Beispiel für Beständigkeit und Zusammenhalt. Ihre Geschichte zeigt, dass man Tradition und Fortschritt wunderbar miteinander verbinden kann. Ein Besuch in ihrer Jausenstation ist nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern auch ein Stück gelebte Landwirtschaft – und das schmeckt man mit jedem Bissen.

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