Energiezukunft in Völkermarkt: Die Jauntalleitung bekommt ein Upgrade
In Völkermarkt, wo die Natur noch unberührt wirkt und die Menschen eng mit ihrer Umgebung verbunden sind, steht ein großes Projekt in den Startlöchern. Die Vorbereitungen für die Modernisierung der Jauntalleitung sind bereits seit einiger Zeit in vollem Gange. Die Energiezukunft wird hier spürbar greifbar – und das nicht nur für die Anwohner. Es werden Baulager eingerichtet, Zufahrtswege geschaffen, und die Baufelder werden für die kommende Arbeit vorbereitet. Das alles läuft auf Hochtouren, denn der offizielle Baubeginn ist für Mitte Juli 2026 geplant. Das ist gar nicht mehr so weit weg, oder?
Der erste Bauabschnitt konzentriert sich auf die Erneuerung der Leitung zwischen dem Umspannwerk Schwabeck und Mast 38. Das klingt ja alles sehr technisch, aber was bedeutet das für uns? Nun, die Arbeiten sollen im November 2026 abgeschlossen sein und umfassen eine Vielzahl von Neuerungen: neue Masten, stabile Fundamente, eine vollständige Beseilung und die Einschleifung in das Umspannwerk Bleiburg. Damit wird nicht nur die Infrastruktur modernisiert, sondern auch die Kapazität der Leitung steigt enorm – um fast 300 Prozent! Von 640 auf 2.500 Ampere pro System. Das ist wie ein Upgrade für unser Stromnetz!
Ein Blick in die Zukunft der Energie
Wie wichtig solche Projekte sind, zeigt sich auch im Kontext der aktuellen Entwicklungen in der Energieerzeugung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2023 deckten erneuerbare Energien bereits rund 53% des Bruttostromverbrauchs in Österreich. Im Jahr 2018 lag dieser Anteil noch bei 211 TWh, inzwischen sind wir bei stolzen 266 TWh angekommen. Um Emissionen im Stromsektor bis 2045 vollständig zu vermeiden, sind wir jedoch auf den weiteren Ausbau der Erneuerbaren angewiesen. Und das nicht nur hier in Österreich, sondern in ganz Europa.
Die Modernisierung der Jauntalleitung spielt eine Schlüsselrolle in diesem großen Ganzen. Durch die Umstellung auf ein modernes Zweier-Bündelsystem wird nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch die Versorgungssicherheit während der Bauzeit gewährleistet – Provisorien sind hierfür vorgesehen. Der zweite Bauabschnitt wird ab Dezember 2026 vorbereitet, die eigentlichen Arbeiten sollen dann von April bis August 2027 stattfinden. Von Mast 38 bis zum Umspannwerk Obersielach im Bezirk Völkermarkt wird dann das Netz weiter ausgebaut.
Ein Netz für nachhaltige Energien
Die Bedeutung eines gut ausgebauten Stromnetzes kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schließlich müssen wir auch in Zukunft überschüssige Energie speichern können, um sie bei Bedarf ins Netz zurückzuspeisen. Die Herausforderungen sind vielfältig: Der Ausbau der Photovoltaik und Windenergieanlagen ist entscheidend, um den steigenden Energiebedarf zu decken und die Abhängigkeit von fossilen Importen zu verringern. Und das alles muss im Einklang mit der Natur und den Bedürfnissen der Menschen geschehen.
2025 wird der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor voraussichtlich bei 55,1 Prozent liegen. Ein Grund zur Freude, aber auch ein Zeichen dafür, dass unser Weg noch lange nicht zu Ende ist. Die installierte Leistung von Wind- und Photovoltaikanlagen hat sich seit 2018 mehr als verdoppelt, und die Zubauziele sind klar: Wir müssen weiter wachsen, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
In der Region Völkermarkt wird also nicht nur ein Stück Infrastruktur erneuert, sondern auch ein Beitrag zur nachhaltigen Energiezukunft geleistet. Mit jeder neuen Leitung, jedem neuen Mast wird ein kleiner Schritt in eine grünere Richtung gemacht. Und das ist doch ein Grund zur Hoffnung – für uns alle!
