Heute ist der 24.05.2026, und in Völkermarkt, dieser charmanten Stadt, wird auch am Sonntag aufgetischt! Der klassische Landgasthof lebt hier von der „Wirtshauskultur“, die sich besonders am Wochenende zeigt. Während viele Gastronomiebetriebe an den Sonntagen ihre Türen schließen – oft weil die Einheimischen lieber zuhause kochen oder Ausflüge zu den warmen Badeseen wie dem Klopeiner See unternehmen – gibt es doch einige, die sich der Herausforderung stellen und für ihre Gäste öffnen.
In der Innenstadt finden sich einige Oasen der Gastronomie, die auch sonntags ihre Pforten aufmachen. Die „Bäckerei Café Treff V1 – Bierbaumer“ beispielsweise lockt bereits ab 7 Uhr mit frischen Backwaren. Wer es etwas später mag, kann sich im „Caffe Latte“ um 10 Uhr ein gemütliches Frühstück gönnen – sonntags ist das der umsatzstärkste Tag! Im Kulturgasthaus Prinz Johann serviert die „Bär & Schaf Wirtschaft“ von 12 bis 16 Uhr regionale und saisonale Speisen. Und das „Alte Brauhaus“? Hier sollte man besser reservieren, denn die Küche hat nur von 11 bis 14 Uhr geöffnet.
Ein Treffpunkt für Genießer
Der „Bier Baron“ ist seit 30 Jahren ein beliebter Treffpunkt in der Innenstadt und hat sonntags geöffnet. Auch die italienischen Köstlichkeiten kommen nicht zu kurz: Die Pizzerien „Caputo“ und „Don Carlo“ bieten ihre Spezialitäten von 11 bis 22 Uhr an. Wer Lust auf asiatische Küche hat, findet im „China Restaurant Guilin“ ab 11 Uhr warme Speisen – bis 14.30 Uhr und dann wieder von 17 bis 20.30 Uhr. Und um den Sonntag bei einer Tasse Kaffee ausklingen zu lassen, bietet das „Café Plaza“ von 15 bis 22 Uhr Platz für gesellige Runden.
Die Wirtschaftskammer Völkermarkt, vertreten durch Manuela Schnitzler, betont, dass die Sonntagsöffnung eine wertvolle zusätzliche Einnahmequelle sein kann. Klar, die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen: Personalmangel, steigende Kosten und die Frage, wie man die Öffnungszeiten wirtschaftlich gestalten kann, stehen vielen Betrieben im Weg.
Regelungen und Herausforderungen
<pInteressanterweise ist die Diskussion um die Sonntagsöffnung nicht nur lokal, sondern auch in einem breiteren Kontext wichtig. In Deutschland zum Beispiel ist der verkaufsoffene Sonntag Teil der gesetzlichen Regelung zur Ladenöffnungszeit. Hierbei obliegt die Entscheidung über Öffnungszeiten den einzelnen Bundesländern, und es gibt zahlreiche Regelungen und Ausnahmen – von Märkten bis zu Messen. Historisch gesehen war der Sonntag einmal ein Ruhetag, eingeführt unter Kaiser Konstantin, und erlebte im 19. Jahrhundert eine Wende, als Geschäfte an sieben Tagen die Woche öffneten.
Das Ladenschlussgesetz regelt die Zeiten, zu denen Verkaufsstellen geschlossen bleiben müssen – mit Ausnahmen. In vielen Bundesländern dürfen Geschäfte an vier Sonntagen im Jahr öffnen, aber auch hier gibt es Unterschiede. Langfristig geht es bei der Diskussion um die Sonntagsöffnung nicht nur um wirtschaftliche Vorteile, sondern auch um soziale und kulturelle Bedenken. Eine komplexe Gemengelage, die auch in Völkermarkt nicht unbeachtet bleibt.
In dieser kleinen Stadt am Rande der Herausforderungen der Gastronomie zeigt sich, dass die Liebe zum Essen und die Geselligkeit auch am Sonntag ihren Platz finden. Wer also Lust hat, sich verwöhnen zu lassen, sollte unbedingt einen Blick auf die sonntäglichen Angebote werfen. Es lohnt sich!