Am 22. Mai war es endlich so weit – die Pfarre St. Magdalena in Völkermarkt lud zur traditionellen Maiandacht. Bei strahlendem Wetter versammelten sich viele Gläubige im malerischen Bürgerlustpark. Es war ein Abend, der förmlich nach Gemeinschaft und Besinnung schrie. Stadtpfarrer Dechant Zoltan Papp führte die Andacht mit viel Herz und Hingabe, und man konnte die Andacht in der Luft förmlich spüren.
Die musikalische Umrahmung war das Sahnehäubchen auf diesem gelungenen Abend. Der Kirchenchor St. Magdalena, unter der Leitung von Franz Josef Isak, und die talentierte Querflötensolistin Roswitha Schneider zauberten eine Atmosphäre, die zum Träumen einlud. Die Klänge schwebten durch den Park und umarmten die Zuhörer. Manch einer hatte Tränen in den Augen, und das Lächeln der Anwesenden sprach Bände.
Ein Platz der Stille und der Gemeinschaft
Nach der Andacht gab es dann das, was wir alle lieben – ein gemütliches Beisammensein mit Speis und Trank. Bei selbstgemachten Köstlichkeiten und erfrischenden Getränken wurde erzählt, gelacht und miteinander geteilt. Der sommerliche Abend und das schöne Ambiente schufen eine einladende Atmosphäre, die viele Besucher zum Verweilen einlud. Es war einfach schön zu sehen, wie die Menschen zusammenkamen, um die Gemeinschaft zu feiern. Wenn man genau hinsah, konnte man die Freude in den Gesichtern der Anwesenden erkennen.
Die Pfarre St. Magdalena hat nicht nur eine lange Tradition, sondern auch eine beeindruckende Geschichte. Die Kirche selbst ist ein dreischiffiger Bau, ursprünglich spätromanisch, mit gotischen Veränderungen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Wer genauer hinschaut, entdeckt auch die beiden Westtürme, die aus dem 13. Jahrhundert stammen. Der nördliche Turm, mit seinen spitzbogigen Schallöffnungen und dem barocken Zwiebelhelm, zieht die Blicke auf sich. Der südliche Turm hingegen hat eine bewegte Geschichte – dieser wurde 1690 bei einem Erdbeben größtenteils zerstört und ziert heute einen Pyramidenhelm.
Kultur und Architektur vereint
Die Westfassade der Kirche wurde 1844 restauriert, und das neugotische Dekor, das zwischen 1949 und 1952 entfernt wurde, ist heute nicht mehr zu sehen. Bei einem Besuch der Kirche fällt auch das spätromanische Portal ins Auge, das von zwei großen seitlichen Nischen flankiert wird. In der linken Nische steht eine spätgotische Ölberggruppe aus etwa 1480, während die rechte Nische eine barocke Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert beherbergt. Es ist beeindruckend, wie viel Geschichte in diesen Mauern steckt.
Diese Kirche ist nicht nur ein Ort der Anbetung, sondern auch ein Stück Kulturgeschichte, das in der Region stark verwurzelt ist. In vielen Städten, darunter Wien, gibt es hunderte Kirchen, die ebenfalls die kulturelle, geistliche und architektonische Vielfalt widerspiegeln. Von Romanik über Gotik bis hin zu Barock – jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen. Und auch in Völkermarkt zeigt sich diese Vielfalt in der Architektur der Pfarrkirche Maria Magdalena. Man kann sich leicht vorstellen, wie lebendig diese Orte einst waren, während die Menschen hier zusammenkamen, um ihren Glauben zu feiern.
So bleibt die Maiandacht der Pfarre St. Magdalena nicht nur ein religiöses Ereignis, sondern ein Fest der Gemeinschaft, das in den Herzen der Menschen nachklingen wird. Es zeigt, wie wichtig solche Traditionen sind, um das Miteinander zu fördern und die Wurzeln der Kultur zu bewahren.