Am vergangenen Samstag, den 7. Mai 2026, wurde die Feuerwehr Bleiburg um 14 Uhr alarmiert. Im Bereich Kömmel war eine beunruhigende Rauchentwicklung im Freien bemerkt worden. Einsatzleiter GFK HBI Rainer Findenig erkannte schnell, dass es sich um einen ausgedehnten Waldbrand handelte. In Windeseile wurde die Alarmstufe über die Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten erhöht und zahlreiche Feuerwehren aus dem Bezirk Völkermarkt nachalarmiert. Rund 180 Einsatzkräfte, verteilt auf 18 Feuerwehren, stellten sich der Herausforderung.

Die Situation war alles andere als einfach. Die schwierige Geländebeschaffenheit und die anhaltende Trockenheit machten die Löscharbeiten zu einem umfangreichen Brandeinsatz. Es wurden Bundesheer-Hubschrauber zur Unterstützung eingesetzt, die das Geschehen aus der Luft erkundeten. Auch mobile Wärmebildkameras und Drohnen mit Wärmebildtechnik kamen zum Einsatz, um Glutnester zu lokalisieren und abzulöschen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, was für alle Beteiligten ein kleiner Lichtblick in dieser angespannten Lage war.

Herausforderungen bei der Löschwasserversorgung

Besonders knifflig war die Löschwasserversorgung. Um das Feuer effektiv bekämpfen zu können, richteten mehrere Tanklöschfahrzeuge einen Pendelverkehr ein und nutzten die vorhandenen Forststraßen, um nahe an die Brandherde heranzufahren. Nach etwa zweieinhalb Stunden, um 16:30 Uhr, konnte die Feuerwehr schließlich Entwarnung geben – der Waldbrand war unter Kontrolle. Die betroffene Fläche umfasste rund 10.000 Quadratmeter, was etwa einem Hektar Waldfläche entspricht. In den kommenden Tagen sind jedoch Nachlöscharbeiten und Kontrollen des Gebiets notwendig, um sicherzustellen, dass keine Glutnester zurückbleiben.

Die anhaltende Trockenheit ist nicht nur ein Problem in Kärnten. Dr. Ulrich Cimolino, Leiter des Arbeitskreises Waldbrand des Deutschen Feuerwehrverbandes, äußerte sich kürzlich zur Vegetationsbrandlage in Deutschland. Dieser Winter war in vielen Regionen zu warm und trocken, was die Brandgefahr erheblich erhöht hat. Auch in Nord- und Ostdeutschland herrscht weiterhin Dürre im Oberboden. Die Prognosen für die kommenden Wochen sind besorgniserregend: hohe Temperaturen und kaum Niederschläge sind zu erwarten.

Tipps zur Brandvermeidung

Für die Bevölkerung ist es wichtig, die Risiken zu kennen. Trockene Pflanzenreste sind selbst bei niedrigem Graslandfeuerindex leicht entflammbar. Die Feuerwehr empfiehlt, bei Entstehungsbränden sofort die Nummer 112 zu wählen und eine präzise Ortsbeschreibung zu geben. Offenes Feuer im Wald ist von 1. März bis 31. Oktober verboten – auch Brauchtumsfeuer sollten nur in Absprache mit den Ordnungsbehörden und der Feuerwehr entzündet werden.

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Die Herausforderungen für die Feuerwehren sind enorm. Temperaturen über 20 °C und lokale Winde tragen zur Gefahr bei. Daher ist eine frühzeitige Eindämmung und sorgfältige Nachkontrolle unerlässlich. Der Waldbrandgefahrenindex zeigt deutlich, dass wir uns in einer kritischen Lage befinden: bis Samstag wird er in vielen Regionen flächendeckend auf vier (von fünf) eingestuft. Die Zahlen sprechen für sich – die Gefahr ist real, und jeder ist gefordert, seinen Teil zur Brandvermeidung beizutragen.

In diesem Sinne bleibt die Feuerwehr Bleiburg wachsam und wird den betroffenen Bereich weiterhin überwachen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Aufräumarbeiten und Kontrollen ausreichen, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern.