Am Dienstag fand in der Mittelschule Kühnsdorf der Landesjugendbewerb des Kärntner Jugendrotkreuzes statt, ein Event, das die Nervenstärke und das Können junger Ersthelfer auf die Probe stellte. Rund 100 Schüler aus 15 Schulen nahmen an diesem spannenden Wettbewerb teil, der an sechs Praxis- und zwei Theoriestationen stattfand. Die Teilnehmer mussten in realitätsnahen Szenarien, die von Ertrinkungsnotfällen über Herzinfarkte bis hin zu Bewusstlosigkeit nach Stromschlägen reichten, ihr Wissen unter Beweis stellen. Besonders eindrucksvoll war, dass Jugendliche der MS Kühnsdorf in die Rollen von „Verletzten“ schlüpften, ausgestattet mit realistisch geschminkten Wunden, was den Wettbewerbsalltag zusätzlich auflockerte.

Die Teams traten in zwei Kategorien an: In der „Lebensretter:in EXPERT“-Kategorie, die 16 Stunden Ausbildung erforderte, sowie in der „Lebensretter:in BASIC“-Kategorie, die eine 8-stündige Erste-Hilfe-Ausbildung beinhaltete. Die Sieger in der Expert-Kategorie waren das Team „Gesundheitsrisiko“ der HTL Villach und die „Herzschlagheldinnen“ des BG Tanzenberg. In der Basic-Kategorie triumphierten die „EH-Avengers“ der MS St. Jakob. Diese drei Siegerteams werden Kärnten am 2. und 3. Juni beim Erste-Hilfe-Bundesbewerb am Maltschacher See vertreten.

Wichtigkeit der Ersten Hilfe

Landeshauptmann Daniel Fellner lobte das hohe Niveau der gezeigten Leistungen und betonte die immense Bedeutung, die Erste Hilfe für junge Menschen hat. Rotkreuz-Präsident Martin Pirz wies auf die Verantwortung und die humanitären Werte hin, die durch das Jugendrotkreuz gefördert werden. Rund 240 zertifizierte Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte des Jugendrotkreuzes in Kärnten bereiteten die Schüler intensiv auf diesen Bewerb vor. Besonders erfreulich war die starke Beteiligung aus dem Bezirk Völkermarkt, mit Schulen wie der MS Kühnsdorf, dem Bildungszentrum Bad Eisenkappel, dem Alpen-Adria-Gymnasium Völkermarkt und der MS Eberndorf.

Der Erste-Hilfe-Bewerb ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch eine wichtige Schulungsmaßnahme für die Heranwachsenden. Die Notwendigkeit von Erste-Hilfe-Kenntnissen wird häufig unterschätzt. Im Notfall können sie Leben retten, da oft bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wertvolle Minuten vergehen. Viele Menschen haben Angst, etwas falsch zu machen, doch Erste-Hilfe-Kurse, wie sie zum Beispiel von den Johannitern angeboten werden, vermitteln das nötige Wissen und Selbstvertrauen.

Die Zukunft der Ersthelfer

Im Jahr 2023 haben über 300.000 Menschen einen Erste-Hilfe-Kurs der Johanniter besucht, darunter rund 26.000 Kinder und Jugendliche, die in Schulen zu Ersthelfern ausgebildet wurden. Programme wie „Ersthelfer von morgen“ fördern die Hilfsbereitschaft von Kindern und Jugendlichen. Hier lernen sie nicht nur, wie sie Menschen im Notfall helfen können, sondern auch, wie sie als Juniortrainer fungieren können. Diese Initiativen sind von zentraler Bedeutung, um eine Generation von verantwortungsbewussten und hilfsbereiten Menschen heranzuziehen.

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In einer Welt, in der jede Sekunde zählt, ist die Ausbildung in Erster Hilfe nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine wertvolle Lebenskompetenz. Die Teilnahme an solchen Wettkämpfen und Kursen kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Bleiben wir also wachsam und bilden wir uns weiter, denn im Notfall zählt jede Hilfe!