Im Industriegebiet von Völkermarkt war der Morgen des 19. September 2023 alles andere als ruhig. Kurz vor 6:35 Uhr ertönte der Alarm und die Freiwilligen Feuerwehren Völkermarkt, Haimburg und St. Peter am Wallersberg wurden in aller Eile alarmiert. Bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte waren dichte, schwarze Rauchschwaden aus einer Lichtkuppel sichtbar – das war kein gutes Zeichen. Es riecht nach Gefahr, und der Himmel über Völkermarkt verdunkelte sich bereits, als die Feuerwehrleute aus ihren Fahrzeugen sprangen, um die Lage zu sondieren.
Einsatzleiter HBI Benjamin Hanschitz hatte sofort die Situation im Griff und veranlasste die Nachalarmierung weiterer Unterstützer: Feuerwehrmänner und -frauen aus Griffen, St. Margarethen ob Töllerberg, St. Stefan bei Haimburg und Enzelsdorf waren schnell zur Stelle. Es war klar, dass dies ein größerer Einsatz werden würde. Rund 120 Einsatzkräfte aus der Region kämpften gegen die Flammen, die sich bereits auf die Dachhaut des Gebäudes ausgebreitet hatten. Es musste schnell gehandelt werden. Unter schwerem Atemschutz und mit einem Löschangriff wurde die Herausforderung angenommen, während das MRAS-Team für Sicherheit sorgte. Man muss sich vorstellen, wie hektisch es dort zuging – Feuerwehrleute, die sich gegenseitig anfeuerten, die Geräusche von spritzendem Wasser und das Zischen, wenn das Löschmittel auf die heiße Fläche traf.
Vor Ort und im Einsatz
Die Feuerwehr Völkermarkt begann sofort mit den ersten Löschmaßnahmen. Wasserwerfer wurden in Stellung gebracht und zeigten rasch Wirkung. Das Brandgut wurde umgelagert, um Glutnester freizulegen und abzulöschen. Auch ein Kranfahrzeug eines privaten Unternehmers kam zum Einsatz, um die Glutnester zu bekämpfen. Die Einsatzkräfte waren sichtlich gefordert – der Geruch von Rauch lag in der Luft, und die Hitze war drückend. Um 10:00 Uhr konnten die Feuerwehrleute den erlösenden Ruf „Brand aus“ geben. Ein großes Aufatmen, denn es wurde niemand verletzt!
Doch die Arbeit war noch nicht ganz getan. Material wurde mit Schaummittel bedeckt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen immer noch, und man kann sich nur fragen, was in einem Industriepark zu einem so großen Feuer führen kann. Vor Ort waren auch Bezirksfeuerwehrkommandant Patrick Skubel und die Polizei, um die Lage zu überwachen und sicherzustellen, dass alles reibungslos abläuft. In einem solchen Moment wird einem bewusst, wie wichtig die Feuerwehr für unsere Gesellschaft ist. Die Menschen, die sich in den Dienst der Gemeinschaft stellen und ihr Leben riskieren, sind echte Helden.
Die Auswirkungen des Brandes
In der Nachbetrachtung ist der Brand im Industriepark von Völkermarkt nicht nur ein Ereignis für die Feuerwehr, sondern auch ein Weckruf für alle, die in der Region leben und arbeiten. Die Sicherheit von Industrieanlagen und die ständige Bereitschaft der Einsatzkräfte sind unerlässlich. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen Fortschritt und Sicherheit – und manchmal kann ein Funke ausreichen, um alles ins Wanken zu bringen.
Die Feuerwehr hat einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Lage ist, mit solchen Situationen umzugehen. Dieser Einsatz wird sicherlich noch lange in den Köpfen der Beteiligten bleiben. Die Geschehnisse des Morgens haben gezeigt, dass Gemeinschaft und Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten von großer Bedeutung sind. Und auch wenn der Tag aufregender war als erwartet – die Einsatzkräfte haben einen großartigen Job gemacht und die Stadt Völkermarkt vor Schlimmerem bewahrt.