In Bad Eisenkappel schwingt die Nadel! Die Eisenkappler Klöppelrunde feiert ihr zehnjähriges Bestehen und das wird gebührend mit einer Ausstellung gewürdigt. Vom 28. bis zum 30. Mai 2026 können Besucher in die faszinierende Welt des Klöppelns eintauchen. Ja, richtig gehört, Klöppeln ist nicht nur ein Handwerk – es ist ein Stück Tradition, das in unserer schnelllebigen Zeit oft in Vergessenheit gerät.
Wenn man sich die Klöpplerinnen ansieht, die mit Faden und Klöppeln in der Hand konzentriert an ihren Arbeiten sitzen, wird einem schnell klar, wie meditativ diese Tätigkeit ist. Es erfordert nicht nur Geschick, sondern auch eine gehörige Portion Geduld. Ursprünglich stammt diese Kunstform aus dem 16. Jahrhundert und wurde damals in der Habsburgermonarchie gefördert. Doch heutzutage gibt es besorgniserregende Stimmen, die befürchten, dass das Klöppeln in der Region ausstirbt – vor allem, weil die meisten Teilnehmerinnen ältere Damen sind. Wo sind die jungen Leute?!
Eintauchen in die Klöppelkunst
Die Jubiläumsausstellung wird am 28. Mai um 18 Uhr eröffnet. Hier werden nicht nur kunstvolle Arbeiten präsentiert, sondern auch die Pflege des Brauchtums ganz großgeschrieben. An den zwei folgenden Tagen, dem 29. und 30. Mai, sind alle Interessierten von 08 bis 18 Uhr eingeladen, die einzigartigen Klöppelarbeiten zu bewundern. Und das Beste? Man kann sich auch von modernen Klöppelobjekten inspirieren lassen – von bunten Schmetterlingen über filigranen Schmuck aus Edelstahl bis hin zu dreidimensionalen Kunstwerken!
Es ist schon ein bisschen traurig, wenn man bedenkt, dass in vielen Ländern, wie zum Beispiel in Slowenien, Klöppeln sogar in Schulen gelehrt wird. Dort findet auch ein bekanntes Spitzenfestival in Idrija statt, das die Kunstform hochleben lässt. Vielleicht wäre so etwas auch für uns denkbar? Die Klöppelrunde hat viel zu bieten, und die Leidenschaft, die die Damen für ihre Kunst empfinden, ist ansteckend.
Tradition trifft Innovation
Wusstet ihr, dass die erste Klöppelspitze bereits im 15. Jahrhundert in Mailand entstand? Die Technik selbst ist ein wahres Kunsthandwerk, das auf das Weben zurückgeht. Dabei werden Fäden gedreht und gekreuzt – eine spannende Mischung aus Konzentration und Kreativität. Ursprünglich wurde Leinengarn verwendet, heute sind auch Baumwolle, Seide und sogar Metall im Spiel. Die Klöppel, die die Fäden halten, werden mit einem Knoten fixiert, und für die Anfertigung einer Spitze braucht man einen Klöppelbrief, der die Fadenführung zeigt.
Traditionelle Produkte des Klöppelns sind Borten, Deckchen oder Kragen. Doch in den letzten Jahren hat sich ein Trend entwickelt, der frischen Wind in die Szene bringt. Moderne Designs und kreative Ideen zeigen, dass Klöppeln keinesfalls verstaubt ist. Das sieht man auch in der bevorstehenden Ausstellung – ein echter Augenschmaus!
Die Eisenkappler Klöppelrunde hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Tradition lebendig zu halten. Wenn ihr also am kommenden Wochenende in der Nähe seid, schaut vorbei! Lasst euch von der Magie des Klöppelns verzaubern und vielleicht entdeckt ihr sogar ein neues Hobby für euch.