Heute ist der 5.07.2026, und in Villach blüht der Carinthische Sommer in voller Pracht. Ein Fest, das weit über die Grenzen der Region hinausstrahlt und Kunst, Kultur und Menschlichkeit miteinander verwebt. Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat es treffend formuliert: Kunst und Kultur fungieren als Brücken zwischen den Menschen – eine Aussage, die in diesen Zeiten mehr als relevant ist.

Ob man nun in die Klänge des Eröffnungskonzerts eintaucht oder die zauberhaften Orte Kärntens erkundet, der Carinthische Sommer verspricht ein Erlebnis für alle Sinne. Staatssekretär Sepp Schellhorn (Neos) hat Kultur als die „niederschwelligste Form der Diplomatie“ bezeichnet – und das trifft den Nagel auf den Kopf. Hier geht es nicht nur um Musik, sondern um ein Gefühl von grenzenloser Regionalität, wie auch Kulturreferentin Gabriele Schaunig (SPÖ) in ihrer Dankesrede zum Ausdruck brachte.

Ein musikalisches Abenteuer zwischen Orient und Okzident

Das Eröffnungskonzert war ein wahres Fest der Klänge, das Orient und Okzident in einem harmonischen Zusammenspiel vereinte. Das Duo Golnar Shahyar und Mahan Mirarab, das aus Teheran stammt und mittlerweile in Wien lebt, führte die Zuhörer auf eine musikalische Reise nach Isfahan. Shahyar, deren Stimme mit Techniken des Jazzgesangs verzaubert, und Mirarab, der sie an seiner Doppelhals-Gitarre begleitet, lassen die Zuhörer in eine romantisch-impressionistische Welt eintauchen. Diese musikalische Darbietung ist wie ein zarter Hauch, der durch den Raum weht.

Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Markus Poschner war ebenfalls mit von der Partie. Mit „Les Heures Persanes op. 65“ von Charles Koechlin, einer Komposition, die auf dem Roman „Nach Isfahan“ von Pierre Loti basiert, entführten sie das Publikum in eine andere Zeit und an einen anderen Ort. Dramaturgin Angelika Messner und Intendantin Nadja Kayali hatten die Textpassagen gekonnt aufbereitet, während die Burgschauspielerin Petra Morzé zwischen den musikalischen Teilen las. Es war ein Erlebnis, das die Sinne berührte und die Seele streichelte.

Ein Festival für alle Sinne

Die Komposition von Koechlin, leise und hochsensibel, wurde vom RSO hochkonzentriert umgesetzt. Der Kontrast zwischen den sanften Streicherteppichen und den lebhaften Bläsern war einfach atemberaubend. Man konnte förmlich die Emotionen spüren, die durch den Saal strömten – eine Mischung aus Melancholie und Hoffnung, die die Zuhörer in ihren Bann zog.

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Der Carinthische Sommer erstreckt sich über einen ganzen Monat und umfasst zahlreiche Veranstaltungen in ganz Kärnten. Diese kulturelle Vielfalt ist ein Geschenk für die Region und ihre Menschen. Hier können Einheimische und Besucher gleichermaßen die Schönheit der Kunst erleben und sich von der Kreativität inspirieren lassen. Ein wahrhaft festliches Miteinander, das nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum spürbar ist.

Kunst und Kultur sind mehr als nur Unterhaltung. Sie sind ein Ausdruck der menschlichen Erfahrung und eine Möglichkeit, Brücken zu bauen, Beziehungen zu stärken und das Verständnis füreinander zu fördern. Der Carinthische Sommer setzt genau hier an und zeigt, wie wichtig es ist, diese Brücken nicht nur zu bauen, sondern sie auch zu pflegen und zu feiern. In diesen turbulenten Zeiten ist das mehr als nur ein schöner Gedanke – es ist eine Notwendigkeit.

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