Am Abend des 18. Mai 2026 war die Freiwillige Feuerwehr Metnitz im Bezirk St. Veit an der Glan im Einsatz – und das aus gutem Grund. Um 18:20 Uhr ertönte der Alarm, als ein schweres Kalb, das stolze 400 Kilogramm wog, über einen Steilhang rund 50 Meter in die Tiefe stürzte. Das arme Tier landete schließlich im Bach, und die Situation verlangte nach schnellem Handeln. Ein Abenteuer für die Feuerwehrleute, das sich über zweieinhalb Stunden hinzog.

Mit einem Spezialschlitten, zwei Seilwinden und einer ordentlichen Portion Muskelkraft machten sich die Kameradinnen und Kameraden daran, das unglückliche Kalb zu befreien. Man kann sich die Anspannung vorstellen – das Plätschern des Baches, das Rufen der Feuerwehrleute, die sich immer wieder neu orientieren mussten, um das Tier sicher ans Ufer zu bringen. Ein dramatischer Einsatz, der auch an die Herausforderungen erinnert, mit denen die Feuerwehr immer wieder konfrontiert wird. Und das ist noch nicht alles: An diesem Tag gab es noch weitere Einsätze, darunter die Rettung einer Katze mit ihren Babys, die in einem Plastiksack ausgesetzt wurden, und die Bekämpfung einer massiven Ölspur auf der B94, die ebenfalls einen Feuerwehreinsatz auslöste.

Ein weiterer Tierrettungseinsatz in Kalkar

Am Montagabend, dem 1. September, gab es auch in Kalkar eine bemerkenswerte Tierrettung. Um 21:23 Uhr wurde die Löscheinheit Wissel der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. 18 Kühe hatten sich aus ihrer Weide befreit und waren neugierig auf das frische Gras auf der anderen Seite des Zaunes. Der Landwirt, der die Situation alleine nicht meistern konnte, rief um Hilfe. Hier wurde es dann ganz schön spannend, denn die Kühe zeigten weniger Interesse daran, zurückzukehren, und die Dunkelheit machte die Sache nicht einfacher.

22 Feuerwehrleute machten sich schließlich auf den Weg, unterstützt von einer Drohne mit Wärmebildkamera, die ein Jäger zur Verfügung stellte. Das Team arbeitete Hand in Hand und es war fast schon ein kleines Wunder, dass während des Einsatzes auch noch eine Kuh ein Kalb zur Welt brachte! Ein Feuerwehrmann half dem Landwirt bei der Geburt – und sowohl Mutter als auch Kalb waren wohlauf. Nach einer zweieinhalbstündigen Herausforderung, die um 23:56 Uhr endete, konnten schließlich alle Kühe sicher in den Stall zurückgebracht werden.

Technologische Unterstützung für Tierrettungen

In diesem Zusammenhang ist es interessant zu erwähnen, dass das Bundesministerium für Digitales eine befristete Änderung in der Regulierung von Drohneneinsätzen erlassen hat. Ab 2024 wird es striktere Einschränkungen durch die EU-Drohnenverordnung geben, aber vorübergehend werden die Regelungen gelockert, um den Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft und beim Tierschutz zu erleichtern. Besonders in der Frühjahrszeit, wenn viele junge Wildtiere wie Rehkitze in Gefahr sind, kann diese Technologie entscheidend sein.

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Mit der neuen Regelung wird der Mindestabstand zu bebauten Gebieten auf 10 Meter reduziert, was es Landwirten und Tierschützern erleichtert, Drohnen für ihre Einsätze zu nutzen. Über 90% der zuvor beschränkten Flächen werden nun zugänglich. Diese Anpassung wird als notwendige Maßnahme zur Verbesserung des Tierschutzes angesehen. Und das Ministerium unterstützt auch die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras für Tierschutzmaßnahmen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologien weiter entwickeln und welchen Einfluss sie auf die Rettung von Tieren haben werden.