Am Mittwochabend, den 13. Mai 2026, brach in einem leerstehenden Betriebsgebäude in der Flussgasse in St. Veit an der Glan ein Feuer aus. Anwohner waren schnell zur Stelle und bemerkten gegen 17:10 Uhr den dichten Rauch, der aus dem Gebäude quoll. Alarmiert von der aufmerksamen Nachbarschaft, rückte die Freiwillige Feuerwehr St. Veit/Glan umgehend aus, nachdem sie über Personenrufempfänger in Kenntnis gesetzt wurde. Die Rauchsäule war bereits während der Anfahrt der Einsatzkräfte sichtbar und ließ Schlimmes erahnen.

Die ersten Feuerwehrleute trafen nur wenige Minuten nach dem Alarm ein – der dichte Rauch, der aus dem Gebäude drang, war ein deutliches Signal, dass hier schnelles Handeln gefragt war. Die Zufahrten zum Betriebsgelände waren allerdings versperrt; die Feuerwehr musste diese gewaltsam öffnen, um zum Brandherd zu gelangen. Während der Löscharbeiten entdeckte man einen zweiten Brandherd im Inneren des Gebäudes, was die Situation noch verzwickter machte. Ein dritter Atemschutztrupp wurde ins Rennen geschickt, um auch diesen Brandherd unter Kontrolle zu bringen.

Effektive Löscharbeiten

Nach intensiven Löschaktionen gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Das Gebäude wurde gründlich nach möglichen Personen oder weiteren Brandherden durchsucht. Glücklicherweise gab es keine Verletzten und auch keine weiteren Brandstellen konnten ausgemacht werden, so die Feuerwehr. Um die betroffenen Bereiche bestmöglich zu überwachen, kamen Wärmebildkameras zum Einsatz. Mehrere Hochleistungslüfter wurden installiert, um das Innere des Gebäudes rauchfrei zu machen. Nach rund einer Stunde konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden. Die Höhe des Schadens ist noch unklar, die Polizei ermittelt derzeit zur Brandursache – eine Brandstiftung kann dabei nicht ausgeschlossen werden.

Feuerwehr im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr St. Veit/Glan war mit sieben Fahrzeugen und insgesamt 32 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützung erhielt sie von der Polizei, die mit zwei Streifen und vier Beamten zur Absicherung der Einsatzstelle ausgerückt war. Das Rote Kreuz stellte während des Einsatzes drei Sanitäter in Bereitschaft, um im Notfall sofort eingreifen zu können. Wer hätte gedacht, dass ein ruhiger Abend in St. Veit an der Glan sich so schnell in ein Szenario verwandeln könnte, das an einen Actionfilm erinnert?

Brandfälle wie dieser werfen nicht nur Fragen zur Sicherheit auf, sondern machen auch die Bedeutung von gutem Brandschutz deutlich. Laut der vfdb-Brandschadenstatistik, die umfassende Daten zu Gebäudebränden in Deutschland sammelt, sind Küchen mit 27 % der häufigsten Brandentstehungsorte verantwortlich. Es ist also kein Wunder, dass Brände auch in leerstehenden Gebäuden zu einem ernsthaften Problem werden können. Die Statistik zeigt, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten – und obwohl diese Zahlen aus Deutschland stammen, sind sie auch für Österreich von Bedeutung.

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Die vfdb hat sich der Risikobewertung von Gebäudebränden verschrieben und bietet somit wertvolle Informationen für präventive Maßnahmen. Mit über 5.000 erfassten Einsätzen zwischen 2013 und 2017 hat sie ein fundiertes Fundament für Entscheidungen im Brandschutz geschaffen. Daten, die nicht nur für Feuerwehrleute, sondern auch für Bauherren und Eigentümer von Bedeutung sind, um Risiken zu minimieren. Wir können an solchen Abenden nur hoffen, dass das Feuer in St. Veit an der Glan eine Ausnahme bleibt.