Die Luft in Spittal an der Drau ist frisch, und es gibt Neuigkeiten, die die Region aufhorchen lassen. Die Fachhochschule Kärnten und die Wirtschaftskammer Kärnten (WKK) haben ihre Zusammenarbeit mit einem Rahmenkooperationsvertrag erweitert. Was genau bedeutet das? Im Grunde genommen wollen die beiden Institutionen die Brücke zwischen Ausbildung, Forschung und der Praxis der Unternehmen in Kärnten noch enger gestalten. Geschäftsführer der FH, Prof. Dr. Martin Waiguny, hebt hervor, wie wichtig angewandte Forschung für die Wirtschaft ist. Ein Beispiel, das ihm am Herzen liegt: die Entwicklung des Banken- und Versicherungssektors in Kärnten. Hier sollen gemeinsame Studien Licht ins Dunkel bringen und die Wirtschaft voranbringen.

Diese Kooperation ist nicht nur ein Papier, das irgendwo in einem Schreibtisch verstaubt. Die Studierenden gewinnen durch diese Partnerschaft wertvolle Einblicke in Unternehmen und dürfen an realen Fragestellungen mitarbeiten. Jürgen Mandl, der Präsident der WKK, sieht in dieser Zusammenarbeit einen essentiellen Impuls für den Wirtschaftsstandort Kärnten. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Rückgrat unserer Wirtschaft“, betont er. MMag. Dr. Meinrad Höfferer, Direktor der FH, unterstreicht die Bedeutung der Verzahnung von Bildung und Wirtschaft. Es ist ein Geben und Nehmen, das beiden Seiten zugutekommt.

Nachhaltige Impulse für die Wirtschaft

Und das Beste? Diese Partnerschaft baut auf bestehenden Kooperationen auf, wie etwa beim Kärntner Werbepreis „Creos“ oder dem Ideenwettbewerb „innovation@school“. Damit wird nicht nur die internationale Dimension durch Programme wie ACE2-EU ausgebaut. Zukünftige Maßnahmen sind auch schon in der Pipeline: Gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte, Gastvorträge, Kooperationen bei Veranstaltungen und neue Weiterbildungsformate stehen auf dem Plan. Eine spannende Entwicklung ist auch der Makerspace Carinthia, der als Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft weiterentwickelt werden soll. Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung für eine nachhaltige Stärkung der Verbindung zwischen Hochschule und Wirtschaft.

Fachkräftesicherung im Fokus

Und während wir über Fachkräfte sprechen, werfen wir einen Blick auf die aktuelle Lage in Österreich und darüber hinaus. Die Mittelfristprognose des Fachkräftemonitorings zeigt, dass wir uns zwischen 2025 und 2029 auf ungenutzte Potenziale konzentrieren müssen. Besonders Frauen, Nicht-Deutsche und ältere Arbeitnehmer könnten hier eine Schlüsselrolle spielen. Es ist kein Geheimnis, dass der Arbeitsmarkt sich ständig wandelt. Digitalisierung, Klimawandel und die Energiewende bringen neue Herausforderungen mit sich. Und ja, die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer wird nur kurzfristig das Arbeitskräfteangebot erhöhen. Langfristig müssen wir auf eine erhöhte Beteiligung von Frauen und Nicht-Deutschen setzen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

Die Zahlen sind alarmierend: Bis 2029 werden rund 530.000 Fachkräfte fehlen. Das ist eine Herausforderung, die uns alle betrifft. Weiterbildung wird deshalb immer wichtiger, um die Passungsprobleme zwischen Qualifikationen und Anforderungen zu verringern. Hier wird die Partnerschaft zwischen der FH Kärnten und der WKK umso relevanter. Wenn wir die Lücken im Arbeitsmarkt schließen wollen, müssen wir jetzt handeln. Der demografische Wandel verstärkt die Engpässe, besonders in strukturschwachen Regionen. Es ist an der Zeit, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen – und das beginnt in den Klassenzimmern und Unternehmen Kärntens.

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