In Kärnten hat sich für Reisende seit dem 1. Juli 2024 einiges getan. Der ÖBB Transfer sorgt für eine durchgängige Reisekette vom Bahnhof zur Unterkunft und hat nach zwei Jahren eine durchweg positive Bilanz gezogen. Unkompliziert und nachhaltig – so lässt sich die Mobilität im Tourismus zusammenfassen. Regionalmanager Reinhard Wallner hebt hervor, dass dieses Angebot die ÖBB-Mobilität für Urlaubsgäste entscheidend ergänzt. Ob Althofen, Feldkirchen oder Klagenfurt – der Transfer verbindet 17 Bahnhöfe mit über 7.000 Unterkünften und über 250 Ausflugszielen. Das schließt die oft als „letzte Meile“ bezeichnete Lücke im öffentlichen Verkehr.

Wenn man bedenkt, dass der garantierte Transfer auch bei später Anreise oder in abgelegenen Lagen Sicherheit bietet, wird das Reisen in der Region gleich viel entspannter. Die Buchung des Shuttle-Services funktioniert unkompliziert über den ÖBB Ticketshop, telefonisch oder via ÖBB App. Wer bis 20:00 Uhr am Vortag bucht, ist auf der sicheren Seite – und das alles ab nur EUR 6,50 pro Person. Ein wirklich faires Angebot. Und als ob das nicht genug wäre, wird das Angebot am 1. Juni 2026 um die Anbindung des Flughafens Klagenfurt an den Hauptbahnhof Klagenfurt erweitert. Jetzt kann wirklich nichts mehr schiefgehen!

Mobilität neu gedacht

Die ÖBB positioniert sich als umfassender Mobilitätsdienstleister in der Region. Geschäftsführer der Tourismusregion Villach freut sich über den Beitrag zur Reduzierung des Individualverkehrs. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern macht auch das Reisen entspannter. Wer möchte schon mit dem Auto durch den Verkehr schlängeln, wenn man bequem mit dem Zug anreisen kann? Im Jahr 2025 wurden 559 Millionen Fahrgäste und 79 Millionen Tonnen Güter transportiert – da wird deutlich, wie wichtig der öffentliche Verkehr ist. Und das Ganze läuft zu 100% mit erneuerbarer Energie! Das ist ein echter Schritt in die richtige Richtung, wenn man sich die Pünktlichkeit von 94,1% im Personenverkehr anschaut – da kann man nicht meckern.

Jährlich investiert die ÖBB über 5 Milliarden Euro in Bahninfrastruktur und Flotte. Das sind beeindruckende Zahlen, die zeigen, dass hier viel Geld und Engagement in die Hand genommen wird. Über 48.000 Mitarbeiter:innen, darunter 2.145 Lehrlinge, sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Das Engagement der ÖBB könnte man als Vorbild für andere Regionen betrachten, besonders wenn man sich die Herausforderungen im öffentlichen Verkehr in Deutschland ansieht. Eine flächendeckend gute Anbindung an Bus und Bahn könnte auch hierzulande helfen, die Nutzung von Autos zu reduzieren.

Ein Blick über die Grenzen

Das Umweltbundesamt empfiehlt flächendeckende Bedien- und Erreichbarkeitsstandards im geplanten Modernisierungspakt Nahverkehr. In Deutschland soll etwa 95% der Bevölkerung in einem Umkreis von 500 Metern mindestens einmal pro Stunde an Bus oder Bahn angebunden sein. Flexible Modelle wie Rufbusse könnten besonders für Kinder, Senioren und Menschen mit geringem Einkommen eine wertvolle Ergänzung darstellen. Studien zeigen, dass der Busverkehr verdoppelt und der Schienenverkehr um 50% wachsen muss, um Klimaziele bis 2045 zu erreichen. Das Ziel ist klar, aber die Finanzierung ist eine andere Sache.

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Zusätzliche 91,6 Milliarden Euro werden bis 2045 für den Ausbau des ÖPNV benötigt, und die Finanzierungslücke von 2024 bis 2045 beträgt satte 91,6 Milliarden Euro. Hier muss dringend etwas unternommen werden, damit der öffentliche Verkehr auch in Zukunft verlässlich bleibt. Ein einheitlicher, rechtssicherer Rahmen für Beiträge von Nutznießern könnte die Finanzierungslücke schließen. Das sind Herausforderungen, die nicht nur Deutschland betreffen, sondern auch in Österreich wichtig sind, um eine nachhaltige Mobilität zu gewährleisten.

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