Brücken bauen: Kärntens Mentoring-Programm für Migrant:innen als Erfolgsmodell
In Kärnten wird ein bemerkenswertes Programm fortgeführt, das Migrant:innen beim Einstieg in die Berufswelt unterstützt. Das „Mentoring für Migrant:innen“ hat sich in den letzten Jahren als eine wertvolle Brücke zwischen den Kulturen und Berufswelten etabliert. Gerade für Menschen mit Migrationshintergrund kann der Weg ins Arbeitsleben steinig sein. Oft fehlen Netzwerke, Sprachkenntnisse oder einfach das Wissen über die Bewerbungsverfahren. Hier setzt das Programm an: Es bietet eine maßgeschneiderte Unterstützung durch erfahrene Mentor:innen, die den Teilnehmenden über sechs Monate zur Seite stehen.
In diesem Jahr wurden in Kärnten gleich 28 Mentoring-Tandems erfolgreich begleitet. Das ist ein neuer Rekord! Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl weiß um die Bedeutung dieses Programms: „Es stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern bietet auch echte Chancen für die Integration.“ Und das ist kein leeres Geschwätz. Viele der etwa 260 Teilnehmenden fanden Monate nach dem Projekt ihren Platz im Arbeitsmarkt. Die entstehenden Kontakte führen nicht selten zu dauerhaften beruflichen Netzwerken. Komischerweise merkt man oft gar nicht, wie schnell man sich in ein neues Umfeld eingliedert, wenn man die richtige Unterstützung hat.
Ein Erfolgsmodell mit Vorbildfunktion
Das Mentoring-Programm, das 2008 von der Wirtschaftskammer (WKÖ), dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und dem Arbeitsmarktservice (AMS) ins Leben gerufen wurde, orientiert sich am kanadischen Vorbild und gilt international als Best Practice. Es ist mittlerweile in fast allen Bundesländern verfügbar und hat rund 3.000 Mentoringpaare gebildet. Das ist eine ziemlich beachtliche Zahl! WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger betont, dass es besonders wichtig ist, gut ausgebildete Migrant:innen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Und das ist kein leichter Job, wie viele wissen.
Die kommenden Monate sind für das Programm besonders spannend, denn im Jänner 2026 startet die 20. Runde. Es ist also ein Jubiläum, das gefeiert werden sollte! Während dieser Runde können sich sowohl Mentor:innen als auch Mentees bis Ende Oktober bewerben. Das bedeutet eine hervorragende Gelegenheit für alle, die ihr Netzwerk erweitern oder sich in die österreichische Arbeitswelt einbringen wollen. Im Schnitt wird ein Drittel der Mentees während eines Durchgangs in den Arbeitsmarkt integriert. Das spricht für sich!
Integration als Schlüssel zur Zukunft
Die Themen des Programms sind vielfältig: Netzwerkaufbau, Anerkennung von Qualifikationen und Jobbewerbung stehen ganz oben auf der Agenda. Aber es geht auch um viel mehr. Es geht darum, Vertrauen zu schaffen und den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind. Viele Migrant:innen haben in der Vergangenheit wertvolle Fähigkeiten und Erfahrungen gesammelt. Wenn diese Talente richtig gefördert werden, kann das für die gesamte Gesellschaft nur von Vorteil sein. Das AMS hebt besonders hervor, wie wichtig diese Integration für den Arbeitsmarkt, insbesondere im Hinblick auf den Fachkräftemangel, ist. Wir alle wissen, dass dieser Mangel kein vorübergehendes Problem ist. Die demografische Entwicklung macht deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht.
Das Mentoring-Programm ist somit nicht nur eine Unterstützung für Einzelne, sondern ein wertvoller Beitrag zur Stärkung unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Die Erfolge, die in Kärnten und darüber hinaus erzielt werden, zeigen eindrücklich, wie wichtig solche Initiativen sind. Also, wenn Sie jemanden kennen, der Interesse hat, egal ob als Mentor:in oder Mentee, schauen Sie sich die Möglichkeiten an – es könnte der Anfang einer neuen, spannenden Reise sein!
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