Die Mostbarkeiten-Messe in St. Paul ist jedes Jahr im Mai ein echtes Highlight für alle, die die Kärntner Obstbautradition lieben. Diese internationale Fachmesse findet im malerischen Zogglhof statt, der seit 1650 ein wichtiger Ort für die regionale Obstverarbeitung ist. Bei der diesjährigen Veranstaltung, die von Obmann Hans Köstinger eröffnet wurde, durften sich die Besucher auf eine Fülle von flüssigen Köstlichkeiten freuen. Ehrengäste wie LH Daniel Fellner, LHStv. Martin Gruber und Bürgermeister Stefan Salzmann waren vor Ort, um die Erfolge der Betriebe zu würdigen. Köstinger blickte auf über 30 Jahre der Mostbarkeiten zurück und sprach von der starken Gemeinschaft der Obstverarbeiter.
Die Messe ist nicht nur ein Fest für die Sinne, sondern auch ein Schaufenster für die hohe Qualität der heimischen Produkte. Insgesamt wurden an 71 Kärntner Betriebe sage und schreibe 314 Medaillen in Gold, Silber und Bronze verliehen. Besonders hervorzuheben sind die Betriebe Hubert Schildberger, Lavanttaler Obst, Johann Weber sowie Hildegard und Raimund Wieser aus der Edelbrennerei Jantschgi, die gleich mehrere Auszeichnungen abräumten. Die Jantschgi-Brüder konnten sich über drei Landessiege und einen Alpen-Adria-Sieg freuen – eine stolze Leistung!
Eine Messe mit Tradition und Geschmack
Die Mostbarkeiten-Messe ist nicht nur eine Veranstaltung für Fachleute, sondern auch für alle, die sich für die Produkte aus bäuerlicher Produktion begeistern. Hier wird Regionalität großgeschrieben! Die Qualität der Produkte wird von einer internationalen Expertenjury bewertet, und das nicht ohne Grund. Die Kriterien sind hoch: Geruch, Geschmack, Sauberkeit und Harmonie müssen stimmen. Die verschiedenen Kategorien umfassen Obstwein, Saft, Essig, Likör und viele andere Brände – für jeden Geschmack ist etwas dabei!
Die Atmosphäre auf der Messe ist geprägt von der Leidenschaft der Aussteller. Man hört das Klirren von Gläsern und das fröhliche Lachen der Besucher, die die kulinarischen Spezialitäten der Region genießen. Backhendln, Marzi Forellen und Lavanttaler Spargel sorgen für das leibliche Wohl. Das Rahmenprogramm, das von Martina Kopp geleitet wurde, bietet spannende Einblicke und lässt keine Langeweile aufkommen. Die internationale Alpen-Adria-Verkostung, die im Vorfeld stattfand, zog etwa 250 Betriebe und mehr als 1000 Produkte an. Da kann man sich vorstellen, wie viel Vielfalt und Kreativität in den regionalen Obstverarbeitern steckt!
Ein Blick in die Zukunft
Die Mostbarkeiten sind nicht nur ein nostalgisches Fest, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Die Errichtung der Koralmbahn eröffnet neue wirtschaftliche Chancen und könnte die Anbindung der regionalen Produkte an neue Märkte verbessern. Der Verein „Mostland St. Paul“ hat mit seiner Arbeit seit 1988 dazu beigetragen, den Obstbau in Kärnten voranzubringen. Die Wurzeln der Veranstaltung sind also tief in der Heimatverbundenheit verwurzelt und zeigen die Auswirkungen des Wissens um Obstbau und Vermarktung auf die Region.
Eine Messe wie die Mostbarkeiten ist ein lebendiges Zeugnis der Tradition und des Engagements der bäuerlichen Obstverarbeiter. Hier treffen sich Menschen, die die Liebe zum Obst und dessen Verarbeitung teilen – und das schmeckt man in jedem Tropfen! Wer die Möglichkeit hat, sollte sich diese Messe mit all ihren Facetten nicht entgehen lassen – ein Erlebnis für Gaumen und Seele, das noch lange in Erinnerung bleibt.