Am Mittwochabend, als die dunklen Wolken über Kärnten aufzogen, ahnte wohl niemand in Klagenfurt, dass ein unerwartetes Spektakel auf uns zukommen würde. Ein heftiges Gewitter fegte durch die Region und hinterließ seine Spuren. Doch die Nachwirkungen des Sturms waren nicht lange auf sich warten zu lassen. Am Freitag um die Mittagszeit kam es dann zum Einsatz der Berufsfeuerwehr Klagenfurt, denn ein umgestürzter Baum sorgte für eine ernsthafte Verkehrsbehinderung.
Genauer gesagt handelte es sich um eine über 60 bis 70 Jahre alte Linde, die die Ebentaler Straße, in der Nähe der Bäckerei Jakits, blockierte. Die Baumkrone war vermutlich bereits am Mittwoch durch den Sturm geschädigt worden und fiel dann am Freitagvormittag einem plötzlichen Windstoß zum Opfer. Glücklicherweise blieb die Unfallbilanz makellos: Es gab weder Verletzte noch einen nennenswerten Sachschaden durch den umgestürzten Baum.
Aufräumarbeiten im Gange
Die Ebentaler Straße musste bis zum Abschluss der Aufräumarbeiten gesperrt werden. Der Einsatzleiter Wolfgang Germ stellte fest, dass die Fahrbahn bereits seit über einer Stunde in beide Fahrtrichtungen blockiert war. Die Schätzung zur Dauer der Aufräumarbeiten lag bei mindestens drei bis vier Stunden. Ein gewaltiger Aufwand, wenn man bedenkt, dass die Feuerwehrleute nicht nur die Linde, sondern auch die Überreste des Gewitters beseitigen mussten. In der Zwischenzeit mussten die Autofahrer wohl oder übel Geduld aufbringen.
Wer die aktuellen Wetterbedingungen in Kärnten verfolgt, merkt schnell, dass solche Einsätze kein Einzelfall sind. Sturmböen haben in den letzten Tagen in nahezu allen Bezirken zu einem regelrechten Alarmzustand geführt. Hans-Jörg Rossbacher von der Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten berichtete von fast 130 Einsätzen bis zu diesem Zeitpunkt – und die Zahlen steigen weiter. Es ist interessant zu sehen, wie Bäume nicht nur auf Straßen fallen, sondern auch auf Häuser und Stromleitungen, was die Situation zusätzlich verschärft.
Die Nachwirkungen des Sturms
Die Sturmfolgen sind vielfältig. In verschiedenen Bezirken wie Villach-Land, Klagenfurt-Land und Völkermarkt waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Der Wind, der so manche Gegenstände durch die Luft wirbelte, wurde zum Hauptproblem. Trampoline, die sich von ihren Standorten verabschiedeten, sorgten für zusätzliche Herausforderungen. Auch die herbstlichen Blätter, die unbemerkt die Abflüsse verstopften, führten zu kleineren Überschwemmungen, die es zu bewältigen galt.
Immer mehr Menschen sind betroffen, und die Zusammenarbeit zwischen den 80 Feuerwehren und dem Störungsdienst der KNG-Kärnten Netz GmbH ist unerlässlich. Während die Aufräumarbeiten in Klagenfurt noch andauern, bleibt die Situation in den anderen betroffenen Regionen angespannt. Der Sturm hat die Landschaft stark verändert und zeigt uns einmal mehr, wie unberechenbar das Wetter sein kann. Für die Klagenfurter und ihre Nachbarn bleibt es spannend, wie die Situation sich weiterentwickeln wird. Bleibt nur zu hoffen, dass die nächsten Tage etwas ruhiger verlaufen.