Fiona Sironic: Die aufregende Reise einer jungen Literatin zum Bachmann-Preis
Heute ist der 18.06.2026 und Klagenfurt am Wörthersee sprüht vor literarischem Leben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur haben begonnen und das Stadtbild wird von einem bunten Treiben geprägt. Unter den zahlreichen Autorinnen, die um den begehrten Bachmann-Preis kämpfen, sticht eine besonders hervor: Fiona Sironic. Sie war im letzten Jahr die Sensation des Deutschen Buchpreises mit ihrem Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“, der es bis ins Finale schaffte. Ein echtes Kunststück für eine erst 27-Jährige, die 1995 in Neuss das Licht der Welt erblickte und seit 2016 in Wien lebt.
Die Vorfreude auf Klagenfurt ist bei Sironic groß. Auf Einladung von Laura de Weck nimmt sie am Wettlesen um den Bachmann-Preis teil. Es ist bemerkenswert, dass sie die Tage der deutschsprachigen Literatur schon lange verfolgt und nun selbst Teil davon ist. 2017 war sie bereits beim Klagenfurter Literaturkurs dabei, der im letzten Jahr leider aussetzte. Ihr Debütroman, der sich mit drängenden Themen wie der Klimakrise und dem Widerstand gegen die „Mommyinfluencerinnen“ auseinandersetzt, wurde von der Buchpreis-Jury als „unruhig, einfallsreich, konfliktfreudig und komisch“ gelobt. Ein schöner Rückenwind für die junge Autorin!
Die Vorbereitungen für Klagenfurt
Vor ihrem Auftritt bleibt Sironic bescheiden. Auf die Frage nach ihrem Text für den Bachmann-Preis gibt sie keine Details preis und bittet um Geduld. Da kommt die Spannung auf. Man fragt sich, welche literarischen Schätze sie für die Jurorinnen bereit hält. Ihr Studium des Literarischen Schreibens in Hildesheim hat sie mit einem Sprachkunststudium in Wien ergänzt. 2019 schloss sie zudem ein Studium in Gender-Studies an der Universität Wien ab, wobei ihre Masterarbeit sich mit queertheoretischen Perspektiven im Medium Videospiel beschäftigte. Eine spannende Verbindung von Themen, die auch in ihrem Schreiben spürbar wird.
Aktuell arbeitet Sironic an ihrem zweiten Roman, während sie gleichzeitig auf den Wörthersee blickt. „Ich freue mich aufs Schwimmen und Lesen im Studio“, sagt sie. Das klingt nach einer perfekten Mischung aus Erholung und Kreativität. Die Konkurrenzsituation beim Bachmann-Preis betrachtet die Autorin gelassen. „Die Jurorinnen stehen stärker in Konkurrenz zueinander als wir Autorinnen“, merkt sie mit einem Schmunzeln an. Eine interessante Sichtweise, die vielleicht die Nerven aller Beteiligten ein wenig beruhigt.
Ein Blick auf die Literaturlandschaft
In der Literaturwelt tut sich derzeit viel. Neue Stimmen, frische Ideen und spannende Perspektiven prägen die Szene. Klagenfurt ist dafür ein idealer Ort, um diese Vielfalt zu feiern. Die Tage der deutschsprachigen Literatur bieten nicht nur eine Plattform für etablierte Autorinnen, sondern auch für aufstrebende Talente wie Sironic. Es ist ein Schmelztiegel kreativer Energie, der die Besucherinnen mitreißt. Und wer weiß, vielleicht wird der Wörthersee bald nicht nur als malerisches Landschaftsbild, sondern auch als Geburtsort neuer literarischer Meisterwerke in Erinnerung bleiben.
In diesem Sinne: Auf einen inspirierenden Aufenthalt in Klagenfurt und auf die magischen Momente, die die Literatur uns beschert!
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