Heute ist der 17.06.2026 und Klagenfurt am Wörthersee wird zum literarischen Epizentrum der deutschsprachigen Welt. Der 50. Bachmann-Wettbewerb hat seine Tore geöffnet und zieht alle in seinen Bann. Diese Veranstaltung, die nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als „Tage der deutschsprachigen Literatur“ bekannt ist, bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt der Literaturkritik. Hier wird nicht nur gelesen, sondern auch diskutiert – leidenschaftlich und intensiv.

Die Atmosphäre in Klagenfurt ist elektrisierend. 14 talentierte Autorinnen und Autoren haben die Chance, ihre unveröffentlichten Prosatexte vor einer siebenköpfigen Jury zu präsentieren. Dabei ist es nicht nur die Lesung selbst, die die Zuhörer fesselt, sondern auch die anschließenden Jurydiskussionen. Oh ja, das ist das Herzstück des Wettbewerbs! Hier wird erörtert, wie aus verschiedenen Stoffen Literatur entstehen kann – ein kreativer Prozess, der die Fantasie anregt und den Geist herausfordert. Man merkt, dass in dieser Veranstaltung eine tiefe Leidenschaft für das geschriebene Wort steckt.

Ein Preis mit Geschichte

Ursprünglich 1976 von der Stadt Klagenfurt ins Leben gerufen, wird der Ingeborg-Bachmann-Preis seit 1977 jährlich während dieser Tage vergeben. Er zählt zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschen Sprachraum. Mit einem Preisgeld von 25.000 Euro, das seit 2006 in dieser Höhe vergeben wird, zieht er nicht nur literarische Talente, sondern auch die Aufmerksamkeit der Medien auf sich. Bewerber tragen Texte vor, die im Original auf Deutsch verfasst sind und etwa 25 Minuten in Anspruch nehmen. Ein hartes Stück Arbeit, wenn man bedenkt, wie viel Herzblut in jedem Wort steckt!

Die Jury, seit 2008 aus sieben Mitgliedern bestehend, hat die schwere Aufgabe, diese literarischen Schätze zu bewerten. Es ist ein Prozess, der oft von leidenschaftlichen Debatten und klaren, subjektiven Urteilen geprägt ist – gerade in einer Zeit, in der viele Entscheidungen von Algorithmen getroffen werden. Und währenddessen wird die Veranstaltung live im ORF gestreamt, wodurch die literarischen Stimmen weit über Klagenfurt hinaus gehört werden können.

Ein Blick auf die Preise

Man könnte sagen, dass die Preise, die im Rahmen des Wettbewerbs vergeben werden, einer kleinen literarischen Olympiade ähneln. Neben dem Hauptpreis gibt es den Deutschlandfunk-Preis, den Kelag-Preis, den 3sat-Preis und sogar einen Publikumspreis. 2023 gingen diese Auszeichnungen an beeindruckende Talente: Valeria Gordeev erhielt den Ingeborg-Bachmann-Preis, während Anna Felnhofer den Deutschlandfunk-Preis mit nach Hause nahm. Martin Piekar war gleich mehrfach erfolgreich und durfte sich über den Kelag-Preis sowie den BKS-Publikumspreis freuen. Ein echtes Schaulaufen für die nächste Generation der Literaten!

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In den letzten Jahren war der Wettbewerb nicht nur ein Ort für literarische Höhepunkte, sondern auch ein Spielball der Umstände. 2020 musste die Veranstaltung aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden und fand in den folgenden Jahren virtuell statt. Ab 2022 kehrte man jedoch zurück zu den Wurzeln und feierte im ORF-Garten große literarische Feste. Mit Peter Fässlacher und Cécile Schortmann als Moderatoren der Jurydiskussionen kann man sich auf spannende und unterhaltsame Gespräche freuen.

Die Tage der deutschsprachigen Literatur sind also mehr als nur ein Wettbewerb. Sie sind ein Fest des Wortes, eine Plattform für neue Stimmen und ein Ort, an dem die Literatur aufblüht, fernab von den drängenden gesellschaftlichen Debatten. Hier zählt die Kunst des Schreibens, und die Magie des Geschichtenerzählens steht im Mittelpunkt – ein wahrhaft literarisches Fest im Herzen Kärntens!

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