Heute ist der 30.04.2026, und wir blicken auf einen bemerkenswerten Wandel in der Kärntner Rinderzucht. Sebastian Auernig, der 63-jährige Bauer aus Tiffen, hat nach 18 Jahren als Obmann des Rinderzuchtverbands „CaRINDthia“ das Zepter an Andreas Brunner aus dem Lavanttal übergeben. Diese Übergabe markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch einen Neuanfang für den Verband, der unter Auernigs Leitung viele strukturelle Veränderungen durchlief, einschließlich der Fusion aller Verbände zu „CaRINDthia“ im Jahr 2020.

Auernig blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die ihn auf allen Kontinenten hat reisen lassen. Als Präsident der „World Simmental-Fleckvieh Federation“ und Obmann von Fleckvieh Austria hat er zahlreiche nationale und internationale Kontakte geknüpft. In seinen Ämtern hat er stets betont, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Teamarbeit liege. „Das sind nicht nur meine Erfolge“, sagt Auernig, „sondern das Resultat einer Gemeinschaft, die für die Rinderzucht brennt.“ Seine Überzeugung, dass Tiere zur Erhaltung der Kulturlandschaft und Natur in Kärnten notwendig sind, spiegelt sich in seinem Engagement wider.

Ein Abschied mit Weitblick

Die Entscheidung, kürzerzutreten, fiel Auernig nicht leicht. Aus gesundheitlichen Gründen möchte er nun mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Auf seinem Hof in Tiffen leben vier Generationen, und er plant, ein Jahr lang „nichts zu tun“ und sich ganz seinen vier Enkelkindern zu widmen. Er ist nicht nur Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) in Althofen, sondern auch ein lebendiges Beispiel dafür, wie wichtig es ist, Tradition und Fortschritt zu vereinen.

Die Generalversammlung des Kärntner Rinderzuchtverbands, die am 18. April in Treffen stattfand, bot einen Rahmen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und die strategische Ausrichtung für 2026 zu diskutieren. Martin Gruber hob die Bedeutung der Rinderzucht für Kärnten hervor und betonte die Stabilität, die der Verband unter Auernig erreicht hat. Diese Stabilität sorgt für planbare Rohstoffströme und kontinuierliche Qualitätsentwicklung, die für die heimische Fleischwirtschaft von zentraler Bedeutung sind.

Neuer Wind für die Rinderzucht

Mit Andreas Brunner an der Spitze wird ein Generationswechsel eingeläutet, der frische Impulse bringen könnte. Brunner, aktiver Landwirt aus dem Lavanttal, bringt Erfahrung in der Aufzucht von Fleckviehkalbinnen und Fleischrinderzucht mit. Sein Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Kärntner Rinderzucht weiter auszubauen und auf neue Marktanforderungen zu reagieren. Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen: Die Qualität, Verfügbarkeit und der Preis von Rindfleisch hängen maßgeblich von den Zuchtbetrieben ab.

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Die Zukunft wird auch von der jungen Generation geprägt sein. Jungzüchter wurden als strategischer Faktor hervorgehoben, und der Wissenstransfer zwischen erfahrenen Betrieben und der jungen Generation wird immer wichtiger. Die Kombination aus Erfahrung und Innovationskraft ist entscheidend, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. „Wir setzen auf Kontinuität und Weiterentwicklung“, so Brunner, „um eine stabile Rohstoffversorgung und Qualität zu gewährleisten.“

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Kärntner Rinderzucht weiterhin eine tragende Säule der Landwirtschaft darstellt. Sebastian Auernig hat mit seinem Engagement und seiner Vision maßgeblich dazu beigetragen, und die kommenden Jahre unter Brunners Leitung versprechen, spannend zu werden. Die Rinderzucht in Kärnten ist bereit für neue Herausforderungen, und wir dürfen gespannt sein, welche Wege der Verband in Zukunft beschreiten wird.