In Feldkirchen, wo die Luft frisch und die Landschaft weit ist, gibt es eine spannende Entwicklung im Gesundheitswesen. Das medQuartier, ein neu eröffnetes Gesundheitszentrum, wird von den Ärzten der Region freudig begrüßt. Bezirksärztevertreter Christian Leschanz sieht die medizinische Versorgung hier zwar im Großen und Ganzen als gut an, doch es gibt ein paar Ausnahmen, die einem das Herz schwer machen können. Fast jede Gemeinde hat einen niedergelassenen Arzt – das ist ja schon mal was! Aber, und das ist ein großes Aber, die Fachärzte sind rar gesät. Nur eine Internistin mit Kassenstelle ist in Feldkirchen zu finden, und Neurologen? Fehlanzeige! So müssen Patienten oft weit fahren, um die notwendige Behandlung zu erhalten, was nicht nur Zeit kostet, sondern auch Nerven.

Ein Blick in die Praxis von Leschanz, der seit vier Jahren in St. Urban arbeitet, zeigt, dass die Herausforderungen groß sind. „Ich habe Patienten aus verschiedenen Gemeinden, die oft lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen“, erzählt er. Das ist nicht nur mühsam, sondern auch ein wenig frustrierend. Der Wochenenddienst wird zwar fast lückenlos auf freiwilliger Basis durchgezogen, aber die bürokratischen Hürden und neuen Vorgaben belasten die niedergelassenen Ärzte ungemein. Die medizinische Standard-Codierung, die für die Abrechnung notwendig ist, erfordert spezielle Software und ständige Wartung. Man fragt sich: Wo soll das alles hinführen?

Ein Blick auf die Besonderheiten der Region

Das medQuartier hat sich als eine Art Lichtblick entpuppt und bietet Fachärzte auf Wahlarztbasis, Therapie- und Fitnessangebote sowie CT- und MRT-Diagnostik an. Allerdings ist die private Finanzierung ein weiteres Thema. Die Patienten müssen oft lange auf CT- oder MRT-Termine warten – und wenn sie dann endlich einen Platz bekommen, kostet es sie auch gleich richtig Geld. In der heutigen Zeit, wo man sowieso schon für alles bezahlen muss, ist das eine zusätzliche Belastung. Leschanz schätzt die Abwechslung und die selbstständige Arbeit als Hausarzt, doch die Herausforderungen scheinen nicht weniger zu werden.

Laut dem Versorgungsatlas sind ländliche Regionen wie Feldkirchen oft von einer höheren Krankheitslast betroffen, insbesondere durch die ältere Bevölkerung und häufige Multimorbidität. Die medizinische und pflegerische Versorgung ist hier ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Doch die Realität sieht oft so aus, dass die Bevölkerung qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung erwartet, unabhängig vom Wohnort. In ländlichen Gebieten gibt es jedoch weniger Einrichtungen, was zu langen Anfahrtswegen führt, besonders für spezialisierte Behandlungen.

Der Kampf gegen die Zeit

Die Notwendigkeit von innovativen Versorgungsmodellen ist also offensichtlich. Telemedizin könnte ein Schlüssel sein, um die Lücken zu schließen. Auch mobile Dienstleister könnten helfen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Der Zugang zu spezialisierten Bereichen wie Geriatrie und Pädiatrie bleibt eingeschränkt, und das ist einfach nicht akzeptabel. In Mecklenburg-Vorpommern leben beispielsweise über 10.500 Kinder und Jugendliche mehr als 20 Kilometer vom nächsten Kinderarzt entfernt. Das ist ein Thema, das uns alle angeht.

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Und so bleibt die Frage: Wie wird sich die medizinische Landschaft in Feldkirchen weiterentwickeln? Werden die Ärzte weiterhin die Herausforderungen meistern können, oder wird der Druck zu groß? Es bleibt abzuwarten, aber die Hoffnung auf eine bessere Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen wie diesen bleibt bestehen. Schließlich sollte niemand in der heutigen Zeit auf gute medizinische Versorgung verzichten müssen.

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