Die Jahreshauptversammlung des Faschingsklubs Feldkirchen, die im gemütlichen Amthof-Café stattfand, war ein ganz besonderer Moment. Hier standen die drei langjährigen Mitglieder Markus Ebner, Gunnar „Fockenbauer“ Zechner und Walter Spitzer im Mittelpunkt – sie verabschiedeten sich nach der glanzvollen Jubiläumssaison „50 Jahre Feldkirchner Faschingsklub“ von der Bühne. Ein Abschied, der nicht nur das Ende einer Ära markiert, sondern auch die Vorfreude auf das Kommende schürt.

Präsident Peter Kowal äußerte sein Bedauern über den Verlust dieser drei Akteure, die über die Jahre hinweg das Herzstück des Klubs waren. Vizepräsidentin Corinna Fischer, die das Trio ebenfalls herzlich verabschiedete, erinnerte an viele unvergessliche Momente, die sie gemeinsam erlebt hatten. Walter Spitzer wurde in dieser feierlichen Runde mit dem Verdienstorden der Bundes Österreichischer Faschingsgilden für seine herausragenden Verdienste ausgezeichnet. Markus Ebner und Gunnar Zechner hingegen erhielten jeweils eine Karikatur, die sicherlich einen besonderen Platz in ihren Erinnerungen finden wird.

Neue Gesichter, neue Ära

Inmitten des Abschieds wurde auch der Blick in die Zukunft geworfen. Mit Julia Kalt und Lisa Steinschifter, die ebenfalls aus dem Vorstand ausschieden, aber dem Klub treu bleiben, wird das Team um frische Gesichter bereichert. Kowal kündigte eine neue Ära für das Programm der Faschingssitzungen an, mit dem Motto: „Der Feldkirchner Faschingsklub startet auf der Bühne neu durch!“. Es wird spannend, welche neuen Akteure zukünftig mehr Verantwortung auf der Bühne übernehmen und wie sie die Tradition fortführen werden.

Die Vorfreude auf die kommende Faschingssaison ist greifbar. Auch wenn der Abschied bittersüß ist, überwiegt die Begeisterung für die vielen Überraschungen, die der nächste Fasching bereithalten wird. Bürgermeister Martin Treffner und die Stadträte Helmut Kraßnig sowie Christoph Gräfling waren unter den Ehrengästen und teilten diesen Enthusiasmus. Wie es aussieht, wird der Feldkirchner Faschingsklub auch weiterhin ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region bleiben.

Fasching, eine lebendige Tradition

Fasching ist in Österreich und Süddeutschland nicht nur eine Zeit des Feierns, sondern auch ein tief verwurzelter Brauch, der bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Der Beginn der Faschingssaison ist meist am 20. Januar, und die fröhlichen Tage enden am Faschingsdienstag. In dieser Zeit, die oft von Geschlechterwechsel, Freizügigkeit und allerlei Parodien geprägt ist, dürfen die Narren das Leben auf besondere Weise aufmischen. Bräuche wie das Imster Schemenlaufen, das seit 2020 auf der UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes steht, zeigen, wie bunt und vielfältig die Traditionen in Österreich sind.

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So wird das Faschingstreiben nicht nur von den Klubs wie dem Feldkirchner Faschingsklub getragen, sondern ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, etwa beim Villacher Fasching. Hier zählte man 2026 über 634.000 Zuschauer! Faschingskrapfen, die alljährlich in Millionenhöhe verzehrt werden, sind ein weiteres Highlight der Saison und bereichern unseren Gaumen. Und so, während sich der Vorhang für einige Akteure schließt, öffnet sich eine neue Bühne voller Möglichkeiten und Überraschungen. Es bleibt spannend!

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