In Feldkirchen geht’s jetzt karibisch zu! Mario Haber hat sich mit seinem Imbisspavillon „Faiasalamanda“ einen Herzenswunsch erfüllt. Unterstützt von Familie, Freunden und sogar der Feuerwehr Waiern hat er einen Ort geschaffen, der nicht nur kulinarisch begeistert, sondern auch das Miteinander fördert. Die Möbel, handgefertigt aus 40 Paletten, die Haber günstig von einem Lokalbetreiber bekommen hat, verleihen dem Imbiss eine rustikale, einladende Atmosphäre. Täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet – außer bei Regen – kann man hier in die Aromen der Karibik eintauchen.
Ein ganz besonderer Aspekt des Projekts ist Jörg Wasserfaller, der unter einer Autismus-Spektrum-Störung leidet und im Imbiss mitarbeitet. Mario und Jörg haben sich im Winter kennengelernt und eine tolle Verbindung aufgebaut. Jörg wird stundenweise im Imbiss tätig sein und bekommt dabei Unterstützung von Jörg Schrottenbach von „neuewege“. Diese Organisation bietet maßgeschneiderte Hilfe für Menschen mit psychosozialem Unterstützungsbedarf oder kognitiven Beeinträchtigungen – und das in über 30 Einrichtungen in Österreich. Es ist beeindruckend zu sehen, wie hier Inklusion in der Praxis gelebt wird.
Ein Platz für alle
Der Imbiss „Faiasalamanda“ ist mehr als nur ein Ort zum Essen. Er steht für Gemeinschaft, für Unterstützung und für das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Inklusion heißt, dass alle Menschen – unabhängig von ihren Fähigkeiten – gleichberechtigt am Leben teilnehmen können. Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BKR) fordert genau das. In Europa leben etwa 100 Millionen Menschen mit Behinderungen, doch nur die Hälfte von ihnen hat einen Arbeitsplatz. Das ist eine erschreckende Zahl!
Besonders junge Menschen mit Behinderungen haben es schwer. In Österreich sind 18% der 20- bis 26-Jährigen arbeitslos – fast doppelt so viele wie ihre Altersgenossen ohne Behinderung. Ein positives Beispiel für Inklusion in der Gastronomie ist das Restaurant Alamesa in Buenos Aires, das ausschließlich junge, neurodiverse Menschen beschäftigt. Dort wird eine Umgebung geschaffen, die es diesen Menschen ermöglicht, sich selbstbestimmt und barrierefrei zu entfalten. So könnte man sich auch eine Zukunft für Faiasalamanda vorstellen.
Die Idee, Menschen mit besonderen Bedürfnissen in die Gastronomie zu integrieren, könnte nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, sondern auch das gesamte gastronomische Umfeld bereichern. Die Vielfalt der Menschen und ihrer Geschichten – das gibt jedem Restaurant eine einzigartige Note. Und beim „Faiasalamanda“ wird das schon jetzt spürbar. Hier wird nicht nur gekocht, hier wird gelebt!