Am 6. Mai hat die Region Eberstein einen ihrer großen Söhne verloren. Volkhard Neuper, Mitinhaber der Dolomit Eberstein Neuper GmbH und der Haldittbergbau Verwaltungs-GmbH, ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Sechzig Jahre lang war er eine prägende Figur in Kärnten und der Steiermark und hat die Geschicke seiner Unternehmen mit Weitblick und einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein geleitet. Das, was er in dieser Zeit geleistet hat, wird von vielen hoch geschätzt. Bürgermeister Andreas Grabuschnig (ÖVP) bezeichnete Neuper als eine besonnene Persönlichkeit, die stets einen positiven Einfluss auf die Marktgemeinde Eberstein hatte.
Neuper war nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch ein leidenschaftlicher Jäger. In seiner Rolle als Landesrotwildreferent der Kärntner Jägerschaft setzte er sich für die Belange der Natur und der Jagdkultur ein. Sein Engagement blieb nicht unbemerkt; 2004 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Ein würdiges Zeichen für einen Mann, der stets auf die Balance zwischen Mensch und Natur bedacht war.
Ein letzter Abschied
Die heilige Seelenmesse mit anschließender Beisetzung findet am 9. Mai um 14 Uhr in der Pfarrkirche Eberstein statt. Ein trauriger Tag, der die Gemeinschaft in der Trauer vereint. Viele werden kommen, um sich von einem Menschen zu verabschieden, der nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Gemeinde eine zentrale Rolle gespielt hat.
Ein Vermächtnis der Verantwortung
Neuper hat nicht nur Unternehmen aufgebaut, sondern auch die Entwicklung der Kommune aktiv mitgestaltet. Als langjähriger ÖVP-Ortsparteiobmann war er ein wichtiger Akteur in der Politik vor Ort. Seine Visionen und sein Engagement haben Eberstein nachhaltig geprägt. In einer Zeit, in der vieles im Wandel ist, bleibt sein Wirken ein fester Bezugspunkt für die Bevölkerung.
Wenn wir auf die gegenwärtigen Herausforderungen in der Landwirtschaft und der regionalen Wirtschaft schauen, wird deutlich, wie wichtig es ist, starke Strukturen zu fördern. So wie es in Bayern die Ehrenauszeichnung „REGION.TRADITION.INNOVATION“ gibt, die innovative Betriebe ehrt, könnte man auch in Kärnten ähnliche Wege gehen, um das Erbe von Menschen wie Neuper lebendig zu halten. Diese Auszeichnungen würdigen die Arbeit derjenigen, die sich für tiergerechte Haltungsformen und nachhaltige Praktiken einsetzen. Ein Ansatz, der auch für die Zukunft unserer Region von Bedeutung sein könnte.
Volkhard Neuper wird in den Erinnerungen vieler weiterleben. Seine Leidenschaft für die Natur, sein unternehmerisches Geschick und sein unermüdlicher Einsatz für die Gemeinschaft sind ein Beispiel, an dem sich zukünftige Generationen orientieren können.