Platz der Generationen oder Stillstand der Politik?
Heute ist der 24.06.2026 und in Oberpullendorf brodelt es gewaltig! Der Kirchenplatz in Frankenau soll neu gestaltet werden, doch die politische Lage ist alles andere als stabil. Im Fokus der Diskussion steht das Projekt „Platz der Generationen“, das im Rahmen des Entsiegelungswettbewerbs „Baba Beton“ ausgezeichnet wurde. Hierbei geht es nicht nur um ein schickes neues Plätzchen, sondern um eine ökologische Aufwertung des Ortskerns. Die Gesamtkosten für die Neugestaltung belaufen sich auf rund 308.000 Euro, was nicht gerade ein Schnäppchen ist.
Der Bürgermeister, Paul Fercsak, hat einen Vorschlag gemacht, um die Kosten durch Anpassungen auf etwa 221.800 Euro zu drücken. Das klingt nach einer guten Idee, aber die ÖVP-Fraktion sieht das ganz anders. Sie hat während einer Gemeinderatssitzung einfach den Saal verlassen, was die reguläre Sitzung zum Stillstand brachte. Philip Juranich von den Grünen kritisiert diese Blockadehaltung und bezeichnet das Projekt als essenzielle Investition in die Zukunft der Gemeinde.
Politische Spannungen und unterschiedliche Meinungen
Die ÖVP ist nicht gegen die Neugestaltung an sich – das stellt die Vizebürgermeisterin Angelika Mileder klar. Aber sie hinterfragt den Umfang und die Kosten. Ein Gesamtkonzept müsse her, das auch die Straße rund um den Platz und die alte Volksschule mit einbezieht. Kritiker bemängeln zudem die mangelnde Transparenz bezüglich der Pläne und der Kosten. Hier ist ein Ortsausschuss einberufen worden, um für Klarheit zu sorgen. Doch die Einigung zwischen den politischen Lagern scheint momentan in weiter Ferne. Die nächste Sitzung des Gemeinderats zur Befassung mit dem Projekt steht am 23. Juni an, und ohne die Zustimmung der ÖVP könnte ein Beschluss trotzdem gefasst werden – sofern die Mehrheit der anderen Mitglieder vorhanden ist.
Ein Projekt, das seit mehr als zwei Jahren öffentlich bekannt ist und in Bürgerversammlungen sowie im Ortsausschuss behandelt wurde, hat also immer noch mit politischen Querelen zu kämpfen. Das ist schon ein bisschen frustrierend, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro aus „Baba Beton“ und 36.500 Euro aus LEADER-Förderungen bereitstehen. Die Gemeinde müsste nur noch etwa 85.000 Euro selbst stemmen, was eigentlich nicht zu viel verlangt sein sollte. Eigenleistungen der Gemeinde sind auch vorgesehen, um die Kosten weiter zu reduzieren.
Ein Blick in die Zukunft
Die Unterstützung für das Projekt ist vorhanden, aber die Blockadehaltung der ÖVP macht die Sache nicht einfacher. Juranich ist sich sicher, dass es sich um einen wichtigen Schritt für die Gemeinde handelt, der nicht verpasst werden sollte. Die Nachbargemeinden haben ähnliche Projekte schon erfolgreich umgesetzt, und die Bürger erwarten sich Veränderungen. Wer möchte nicht einen ansprechenden Platz, an dem sich Jung und Alt treffen können? Es bleibt zu hoffen, dass die Politik bald eine Lösung findet, um die Bürger nicht weiter warten zu lassen. Denn eines ist klar: Die Zeit drängt, und die Menschen in Frankenau wünschen sich einen Ort, der das Miteinander fördert.
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