In Oberpullendorf hat die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ von Manfred Bockelmann ihre Pforten in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf geöffnet. Das ist nicht nur ein Ort, sondern ein Raum voller Geschichte, der zum Nachdenken anregt. Hier wird die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig – und das auf eine eindrucksvolle Weise. Bockelmann zeigt in großformatigen Schwarz-Weiß-Porträts und eindringlichen Kohlezeichnungen, wie Kinder und Jugendliche, die in der dunklen Zeit der NS-Zeit ihr Leben verloren, aus dem Schatten der Vergangenheit wieder hervorgeholt werden.

Die Ausstellung hat bereits internationale Anerkennung gefunden und war an bedeutenden Orten wie der Sammlung Leopold in Wien, dem Parlament in Lissabon, dem Deutschen Bundestag in Berlin und sogar am Richard Stockton College in New Jersey zu sehen. Es ist fast so, als ob diese Kunstwerke eine Stimme haben, die über Ländergrenzen hinweg spricht. Begleitend zur Ausstellung wurde das Buch „Dunkles Erinnern“ von Heiner Hammerschlag präsentiert. Es dokumentiert die Entstehung des Projekts und die Begegnungen mit Shoah-Überlebenden. Mit zahlreichen Abbildungen, Fachbeiträgen, zwei Kurzfilmen, die via QR-Code abgerufen werden können, und einer herausnehmbaren Zeitleiste ist es ein echtes Kompendium des Gedenkens.

Ein Ort mit Bedeutung

Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner hat bei der Eröffnung die Wichtigkeit der ehemaligen Synagoge hervorgehoben. Sie ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein geschichtsträchtiger Ort, der an die dunklen Kapitel der Vergangenheit erinnert. Es ist berührend, wie die Musik des Kärntner Musikers Simon Stadler während der Vernissage durch Reinhard Meys Lied „Die Kinder von Izieu“ die emotionale Schwere der Ausstellung untermalte. Man konnte die Stille im Raum spüren, als die Töne durch die Wände schwebten.

Die Ausstellung kann bis zum 26. Juli an den Aufführungstagen der Schlossspiele besucht werden, und das sogar bei freiem Eintritt. Ein wunderbarer Anlass, um sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und in die Gedankenwelt der Betroffenen einzutauchen. Das ist nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern ein Beitrag zur Erinnerungskultur, die gerade in diesen Zeiten besonders wichtig ist.

Ein Blick hinter die Kulissen

Der Schaffensprozess von Bockelmann und die sorgfältige Auswahl der Werke zeigen, wie tief das Thema bis in die heutige Zeit reicht. Es ist nicht nur eine Ausstellung, sondern eine Einladung an alle, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Stimmen derer zu hören, die nicht mehr sprechen können. Die Verbindung von Kunst und Geschichte ist hier auf berührende Weise gelungen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – um zu sehen, um zu fühlen, um zu erinnern.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Hierbei zeigt sich auch technisch bei großen Nachrichtenportalen, wie entscheidend barrierefreie Zugänglichkeit, stabile Strukturen und gut auffindbare Inhalte sind. Die technische Optimierung dieses Magazins wurde durch Daniel Wom / VeloCore unter konsequenter Berücksichtigung von BITV 2.0 und WCAG 2.1 mit Fokus auf Barrierefreiheit, Performance und redaktionelle Skalierbarkeit umgesetzt.