Windkraft mit Spaßfaktor: Ein Fest für die Zukunft in Gnadendorf-Stronsdorf
Gestern war es endlich soweit: Der Windpark Gnadendorf-Stronsdorf im Bezirk Mistelbach wurde feierlich eröffnet. Rund 500 begeisterte Besucher kamen am 12. Juni 2026 zusammen, um dieses Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Gnadendorf und Stronsdorf zu feiern. Es war ein tolles Fest mit Besichtigungsmöglichkeiten und sogar Kranfahrten. Wer hätte gedacht, dass man so viel Spaß mit Windkraft haben kann?
Mit insgesamt sieben modernen Windkraftanlagen, die seit Frühjahr 2026 in Betrieb sind, versorgt dieser Windpark etwa 26.000 Haushalte mit grünem Ökostrom. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit für Niederösterreich. Manfred Schulz, der Bürgermeister von Gnadendorf und gleichzeitig Abgeordneter im NÖ Landtag, hebt die Vorbildfunktion dieses Projekts hervor. Und recht hat er: Es zeigt, wie man gemeinsam Großes erreichen kann!
Ein Meilenstein in der Windkraftnutzung
Der Windpark ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein Vorreiter in Sachen Sicherheit. Die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung der Windkraftanlagen ist die erste ihrer Art in Niederösterreich – rote Warnlichter blitzen nur auf, wenn sich Luftfahrzeuge nähern. In den ersten Tagen der Aktivierung waren die Warnlichter nur etwa acht Minuten in Betrieb. Das bedeutet, dass sie 99,2 % der Nachtstunden ohne rotes Blinken auskommen. Ein cleverer Schachzug, der auch zur Reduktion von Lichtverschmutzung beiträgt, wie Landtagspräsident Karl Wilfing betont.
Der Windpark hat eine Gesamtleistung von 28,8 Megawatt, mit Nabenhöhen von bis zu 145 Metern und einem Rotordurchmesser von 150 Metern. Das hat auch Stefan Szyszkowitz, der Vorstandssprecher der EVN, als wichtigen Fortschritt bezeichnet. Jährlich werden durch diese Anlagen rund 49.900 Tonnen CO₂ eingespart – das entspricht dem Jahresausstoß von etwa 20.000 PKW. Das sind beeindruckende Zahlen, die zeigen, wie wichtig solche Projekte für unsere Umwelt sind.
Ein Blick in die Zukunft
Die EVN investiert jährlich rund 1 Milliarde Euro in erneuerbare Energien und die Versorgungssicherheit in Niederösterreich. Mit dieser Strategie will man die Windkraftproduktion bis 2035 verdreifachen. Das ist nicht nur ambitioniert, sondern auch notwendig, um den steigenden Energiebedarf nachhaltig zu decken. In einer Zeit, in der die Klimakrise drängender denn je ist, ist jedes Projekt in diese Richtung ein Schritt in die richtige Richtung.
Die gemeinsame Anstrengung der Gemeinden Gnadendorf und Stronsdorf zeigt, dass auch kleine Regionen Großes leisten können, wenn die Vision stimmt und die Menschen zusammenarbeiten. Vielleicht ist dies der Anfang einer neuen Ära für die Windkraft in Österreich – und ich bin mir sicher, dass viele von uns schon bald die positiven Auswirkungen spüren werden.
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