In Neusiedl am See, wo die Sonne oft vom Himmel lacht und der Wind über die Felder streicht, haben die Brüder Dominik und Lukas Weber vor zehn Jahren ein bemerkenswertes Unternehmen ins Leben gerufen: „irripart24“. Vor allem in Zeiten, in denen Wasser zu einem wertvollen Gut wird, haben sie eine Marktlücke im Onlinehandel für professionelle Bewässerungstechnik entdeckt. Besonders im Seewinkel, wo die Landwirtschaft von ausreichendem Wasser abhängt, ist ihre Idee mehr als nur ein cleverer Schachzug – sie ist fast schon eine Notwendigkeit.

Mit einem bescheidenen Start in zwei Seecontainern als Lager haben die beiden Brüder viel in Software, Logistik und Automatisierung investiert. Und das hat sich gelohnt! Die ersten Bestellungen trudelten schneller ein, als sie es sich erträumt hatten, was aber auch dazu führte, dass das Verpackungsmaterial ausging. Ja, das kann passieren. Die Lagerfläche wuchs bald von zwei auf vier Container und schließlich sogar auf ein 2.000 Quadratmeter großes Lager, das 2021 eröffnet wurde. Mittlerweile beschäftigt „irripart24“ 15 Mitarbeiter und bearbeitet rund 1.000 Bestellungen pro Woche. An Spitzentagen gehen bis zu 200 Pakete nach Europa – das muss man sich mal vorstellen!

Effiziente Bewässerungstechniken für die Zukunft

Die Nachfrage nach modernen Bewässerungssystemen wächst rasant, besonders in Anbetracht der zunehmenden Trockenperioden und dem steigenden Bedarf an effizientem Wassermanagement. Sensoren und automatisierte Anlagen haben das Potenzial, den Wasserverbrauch um 20 bis 50 Prozent zu senken. Das ist nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein ökonomischer Vorteil für die Landwirtschaft. Immerhin entscheidet die Effizienz eines Bewässerungssystems über die Wirtschaftlichkeit. Wer viel investiert, möchte auch etwas zurückbekommen – und das nicht nur in Form von trockenen Böden!

Die Herausforderungen des Klimawandels machen auch vor der Landwirtschaft nicht Halt. Dominik und Lukas Weber betonen die Notwendigkeit, neue Strategien zu entwickeln. Hier kommen innovative Bewässerungssysteme ins Spiel, die nicht nur Wasser effizient verteilen, sondern auch Bodenerosion minimieren und die Ernteerträge steigern. Die Kosten für solche Systeme setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: Investitions-, Material-, Arbeits- und Reparaturkosten. Diese können sich über die Jahre hinweg stark verändern, je nach Marktpreisen landwirtschaftlicher Erzeugnisse und regionalen Rahmenbedingungen.

Nachhaltige Lösungen im Wassermanagement

Es gibt auch alternative Bewässerungsquellen, die Landwirte erschließen können, wie etwa eigene Wasserspeicherbecken für Regenwasser. Das klingt nach einer cleveren Idee, doch hohe Investitionskosten können eine Herausforderung darstellen. Zumal sich die Verfügbarkeit von Wasser nicht nur durch Niederschläge, sondern auch durch Entnahmeerlaubnisse und Konkurrenz mit anderen Wassernutzern beeinflussen lässt. Ein wahrer Balanceakt!

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Die EU hat 2020 eine Verordnung über Mindestanforderungen zur Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft eingeführt, die seit 2023 für alle Mitgliedstaaten gilt. Diese soll helfen, Wasserknappheit zu verringern. In Deutschland wird Wasserwiederverwendung kontrovers diskutiert, während die Empfehlungen zur Anpassung der EU-Richtlinien für Deutschland von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) bereits auf dem Tisch liegen.

Tradition trifft Innovation

Die Brüder Weber haben mit „irripart24“ nicht nur ein florierendes Unternehmen aufgebaut, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltige Bewässerungstechniken in Europa geschaffen. Die verschiedensten Systeme wie Kreis- und Linearberegnung bieten eine spannende Möglichkeit, die Bewässerung zu optimieren. Während die Kreisberegnung bei Flächen ab etwa 20 Hektar wirtschaftlich sinnvoll ist, bietet die Linearberegnung eine präzisere, aber auch kostenintensivere Alternative. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, aber eines ist sicher: die Zukunft der Landwirtschaft wird von innovativen Lösungen geprägt sein.

Und so bleibt zu hoffen, dass die Brüder Weber ihren familiären Charakter bewahren können, während ihr Unternehmen weiter wächst. Es ist ein wahrer Beweis dafür, dass aus einer guten Idee, gepaart mit harter Arbeit und einer Prise Pioniergeist, Großes entstehen kann – ganz im Sinne der Natur und der Landwirtschaft.

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