Heute ist der 14. Mai 2026 und in Neusiedl am See brodelt die Vorfreude auf einen besonderen Abend. Österreichs Hoffnungsträger beim 70. Eurovision Song Contest ist kein Unbekannter: Benjamin Gedeon, besser bekannt als Cosmó, wird mit seinem mitreißenden Song „Tanzschein“ für das Land antreten. Ein Jahr, nach dem die heimische Musikszene mit Conchita Wurst einen triumphalen Sieg feierte, wird es spannend, ob Cosmó das Kunststück wiederholen kann.
Der 19-Jährige hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht, vor allem durch seine Teilnahme an „The Voice Kids“. 2022 schaffte er es im Team von Alvaro Soler bis ins Finale – und das war erst der Anfang seiner Karriere. Interessanterweise hatte er sich bereits 2020 bei der gleichen Show beworben, kam aber nicht über die zweite Runde hinaus. Doch das hat ihn nicht aufgehalten! Nach seinem Durchbruch trat er bei mehreren Konzerten von Alvaro Soler in Graz und Wien auf, was ihm sicherlich geholfen hat, sich weiterzuentwickeln.
Ein in Wien verwurzelter Künstler
Cosmó, der in Budapest geboren wurde und in Halbturn im Burgenland aufwuchs, hat seine Wurzeln sowohl in Österreich als auch in Ungarn. Mit einem deutschen Vater und einer ungarischen Mutter ist sein musikalischer Hintergrund bunt gemischt. Schon in jungen Jahren hat er seine Leidenschaft für die Musik entdeckt. Mit vier Jahren begann er seine musikalische Ausbildung an der Neusiedl am See Central Music School und nahm bereits mit sechs Jahren Klavierunterricht. Sein Gesangsunterricht begann mit 13, und so wurde der Grundstein für seine spätere Karriere gelegt.
Der Weg zum ESC ist kein leichter, und Cosmó hat sich intensiv darauf vorbereitet. Er spricht offen über seine täglichen Rituale, die auch Meditation beinhalten. „Das hilft mir, den Kopf frei zu bekommen“, sagt er in einer seiner Instagram-Fragerunden, wo er auch die große Rolle seines Coaches Alvaro Soler in seiner Entwicklung betont. Wie wichtig Soler für ihn ist, zeigt sich auch darin, dass Cosmó nach seiner Zeit bei „The Voice Kids“ bei Konzerten seines Mentors auftrat – eine wertvolle Erfahrung!
Die große Herausforderung und kleine Missgeschicke
Natürlich gab es auch lustige und peinliche Momente auf dem Weg zum ESC. So erlebte er während des Vorentscheids einen kleinen Ausrutscher, als er sich vor der Kamera am Wasser verschluckte. Aber das gehört dazu, oder? Auch wenn es ein bisschen unangenehm war, hat er es mit Humor genommen. Schließlich sagt er selbst, dass die Vorbereitung auf den Contest Monate in Anspruch nimmt und viele Menschen daran beteiligt sind – von der Musikproduktion bis hin zur Bühnenpräsentation.
In Wien, wo der Wettbewerb stattfindet, fühlt sich Cosmó sichtlich wohl. Besonders praktisch: Er kann mit der U-Bahn zur Veranstaltung fahren! Das gibt ihm zusätzliches Selbstvertrauen. „Es ist einfach ein tolles Gefühl, in meiner Heimatstadt aufzutreten“, sagt er, während er die Vorfreude auf den großen Tag spürt.
Österreichs lange Geschichte beim ESC
Österreich hat eine bewegte Geschichte beim Eurovision Song Contest. Seit der ersten Teilnahme 1957 hat das Land Höhen und Tiefen durchlebt. Die erste Teilnahme endete mit einem letzten Platz, doch schon bald folgten erste Erfolge. Udo Jürgens, der 1966 mit „Merci, Chérie“ den ersten Sieg für Österreich holte, bleibt bis heute eine Legende. Conchita Wurst brachte 2014 mit „Rise Like a Phoenix“ den zweiten Sieg in die Alpenrepublik. Insgesamt hat Österreich 21 von 57 Beiträgen in der oberen Tabellenhälfte platziert und auch einige bittere letzte Plätze hinnehmen müssen. Aber das hält Cosmó nicht davon ab, an seinen Traum zu glauben.
Am 16. Mai 2026 wird sich zeigen, ob er mit „Tanzschein“ die Herzen der Zuschauer erobern kann. Die Spannung steigt, und wir drücken die Daumen für unseren jungen Star!