Am Samstag, dem 27. April 2026, fanden im Burgenland landesweite Verkehrskontrollen statt, die zeigen, dass die Polizei weiterhin ein waches Auge auf die Sicherheit im Straßenverkehr hat. Mit einem engagierten Team von 76 Polizeibeamtinnen und -beamten wurden insgesamt 850 Fahrzeuglenker kontrolliert. Diese Aktion konzentrierte sich besonders auf Alkohol- und Drogenbestimmungen, Geschwindigkeitsübertretungen sowie das Nichteinhalten der Freisprecheinrichtung. Die Bilanz dieser Kontrollen ist alarmierend: 22 Fahrzeuglenker waren alkohol- oder suchtmittelbeeinträchtigt unterwegs.
Während der Kontrollen wurden 748 Alkomat- bzw. Alkovortests durchgeführt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein 58-jähriger Autofahrer im Bezirk Jennersdorf, der mit einem gefährlichen Alkoholwert von 1,9 Promille am Steuer erwischt wurde. Dies ist nicht nur eine Gefährdung für ihn, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Im Bezirk Oberpullendorf stieß die Polizei auf einen Mopedlenker, der mit 86 km/h im Ortsgebiet (erlaubt: 50 km/h) unterwegs war. Sein Kennzeichen wurde abgenommen, was einmal mehr die Notwendigkeit von strengen Kontrollen unterstreicht.
Die erschreckenden Zahlen
Die Statistik zeigt, dass die Kontrollen keine Ausnahme darstellen. In der Gesamtheit wurden 249 Organstrafverfügungen und 291 sonstige Anzeigen erstellt. Unter diesen befanden sich auch 202 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsübertretungen, die durch Radar gemessen wurden. Besonders erschreckend war die Entdeckung eines 23-jährigen Fahrzeuglenkers im Bezirk Oberwart, der ohne gültige Lenkberechtigung unterwegs war. Seine Weiterfahrt wurde umgehend untersagt.
Ein weiterer bemerkenswerter Fall ereignete sich in Unterpullendorf, wo ein 51-jähriger Tuk-Tuk-Lenker mit einem Alkoholwert von 0,83 mg/l angehalten wurde. Solche Vorfälle machen deutlich, dass Alkohol am Steuer ein ernstes Problem bleibt. Laut den aktuellen Promillegrenzen für Autofahrer ist bereits ab 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit gegeben, die mit Strafen und Punkten im Führerscheinregister geahndet wird. Ab 1,1 Promille wird es jedoch ernst: Die absolute Fahruntüchtigkeit wird als strafbar angesehen.
Verkehrssicherheit im Fokus
Die wiederholten Kontrollen zeigen, dass die Polizei im Burgenland alles daran setzt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Alkoholisiertes Fahren gefährdet nicht nur den Fahrer selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Die gesetzlichen Vorgaben sind klar: Bei einem Alkoholgehalt von über 1,6 Promille ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung zwingend erforderlich. Bei geringeren Werten können auch Geldstrafen und Führerscheinentzug drohen.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, verantwortungsbewusst zu handeln und sich an die geltenden Vorschriften zu halten. Jeder sollte seinen Teil dazu beitragen, die Straßen sicherer zu machen. Schließlich geht es nicht nur um die eigene Sicherheit, sondern auch um die Sicherheit aller, die auf den Straßen unterwegs sind.