Im Burgenland gibt es einen neuen Star in der Tierwelt: den Goldschakal. Diese faszinierenden Geschöpfe haben sich in Österreich und vor allem hier im Burgenland stark verbreitet. Eine spannende Studie von Wildtierökologin Jennifer Hatlauf hat nun gezeigt, dass Goldschakale sich besonders in Gebieten ohne Wolfsrudel wohlfühlen. Das erklärt, warum sie sich in den letzten Jahren so gut entwickeln konnten, während Wölfe in Österreich eher rar gesät sind.

Die Forschung fand an fast 9.000 Standorten in 13 europäischen Ländern statt und offenbarte, dass die Goldschakale eine Vorliebe für schneearme, gewässernahe und lichte Wälder haben. In Österreich wurden sie 2023 in allen Bundesländern nachgewiesen, mit einer Ausnahme: Vorarlberg. Das Burgenland und die außeralpinen Gebiete im Osten und Südosten scheinen besonders geeignete Lebensräume zu bieten. Ein kleiner Schock für alle, die dachten, die Wölfe hätten das Sagen – die Anwesenheit von Wölfen schränkt das Vorkommen der Goldschakale stark ein.

Der schüchterne Jäger

Goldschakale sind nicht nur scheu, sie sind auch nachtaktiv und werden von den meisten Menschen selten wahrgenommen. Viele Sichtungen stammen von Wildtierkameras. Übrigens, die Tiere selbst sind größer als ein Fuchs, aber kleiner als ein Wolf. Ihr Fell, das gelblich-grau bis rötlich schimmert, mit goldfarbenen Flanken und einer braunen Gesichtsmaske, sieht einfach toll aus – da könnte man glatt neidisch werden! Sie leben in kleinen Familienverbänden und markieren ihr Revier, das etwa zwei bis drei Quadratkilometer groß ist.

Ein weiteres interessantes Detail: Goldschakale sind echte Feinschmecker! Sie ernähren sich nicht nur von kleinen Tieren, sondern auch von Insekten, Beeren und Früchten. Und das Beste? Sie stellen keine direkte Gefahr für Menschen dar. Natürlich sollte man sie nicht füttern – das wäre, als würde man einen Wildschwein zum Grillen einladen. Ein No-Go!

Ein Blick auf die Verbreitung

<pUrsprünglich stammen Goldschakale aus Südosteuropa und dem Balkan. Seit den 1990er Jahren breiten sie sich nach West- und Nordeuropa aus. In Deutschland gab es den ersten Nachweis 1997 in Brandenburg, und seit 2019 sind sie auch dort mehrfach gesichtet worden. Sogar Nachwuchs wurde 2021/22 im Landkreis Schwarzwald-Baar festgestellt! Wenn das nicht nach einer Erfolgsstory klingt! Diese Tiere sind einfach faszinierend und haben sich schnell angepasst.

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Die Goldschakale könnten theoretisch bis zu 75% Kontinentaleuropas besiedeln. Da ist es kein Wunder, dass sie auch in höheren Lagen nachgewiesen wurden. Wenn man bedenkt, wie wenig wir über ihre Lebensweise wissen im Vergleich zu anderen heimischen Wildtieren, ist das schon ein bisschen traurig. Vielleicht sollten wir uns mehr mit diesen scheuen Geschöpfen beschäftigen und ihre Rolle im Ökosystem verstehen. Die Auswirkungen auf die heimische Fauna sind noch nicht ausreichend erforscht, und Füchse scheinen sich beispielsweise von ihnen fernzuhalten.

Alles in allem ist der Goldschakal ein faszinierendes Tier, das es wert ist, entdeckt zu werden. Also, wenn Sie das nächste Mal durch die Wälder des Burgenlands streifen, halten Sie die Augen offen – vielleicht sehen Sie ihn ja. Es könnte ein ganz besonderes Erlebnis werden!