Am kommenden Samstag, dem 11. Juni, wird es in der ersten Bundesliga ordentlich zur Sache gehen. Die Tennis-Herren von Dornbirn stehen vor einer spannenden Herausforderung gegen das Team aus Eisenstadt. Ein besonderer Grund zur Freude ist die Rückkehr von Robin Haase, der frische Erfahrungen von den French Open in Paris mitbringt. Leider schied der 39-Jährige dort in der ersten Runde im Doppel aus – ein harter Schlag, wenn man bedenkt, dass er und sein Partner Constantin Frantzen gegen das Duo Balaji/Demoliner verloren haben.
Haase, der nicht damit rechnete, so früh aus dem Turnier auszuscheiden, sieht die Chance, für Dornbirn zu spielen, jedoch als Vorteil. Über 700 Kilometer hat er auf sich genommen, um von Paris nach Dornbirn zu reisen. Ein echter Sportler durch und durch, der bereits im Vorjahr für Dornbirn spielen wollte, doch die Umstände ließen es damals nicht zu. Dabei hat er so viele schöne Erinnerungen an Österreich – besonders an seine Turniersiege in Kitzbühel in den Jahren 2011 und 2012. Das Herz schlägt eben nicht nur für den Sport, sondern auch für die Erinnerungen, die man daran knüpfen kann.
Freundschaft und Engagement
Ein besonders schöner Aspekt ist die enge Freundschaft zwischen Haase und Philipp Oswald. Die beiden haben bereits in der Vergangenheit zusammen gespielt und nun ist Haase bereit, sowohl im Einzel als auch im Doppel gegen Eisenstadt anzutreten. Die Vorfreude auf das Match ist spürbar, vor allem, weil die Dornbirner in der bisherigen Saison ein knappes 4:5 gegen Straßburg verloren haben. Eisenstadt hingegen hat bereits zwei Niederlagen einstecken müssen – ein 1:8 gegen Straßburg und ein 4:5 gegen TC Harland. Das könnte die Motivation für Dornbirn erhöhen.
Die Region um Dornbirn ist nicht nur ein Ort des Wettkampfes, sondern auch ein Rückzugsort für Haase und seine Frau, die kürzlich eine Wanderung unternommen haben. Solche Momente sind wichtig, um den Kopf freizubekommen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Sport. Der Druck ist da, aber die Freude und die Leidenschaft für das Spiel überwiegen.
Ein Blick auf Robin Haases Karriere
Robin Haase ist nicht nur ein talentierter Spieler, sondern auch eine faszinierende Persönlichkeit im Tennis. Geboren als Sohn eines Deutschen und einer Niederländerin, wurde er während seiner Juniorenzeit als großes Talent gehandelt. Sein Aufstieg begann bereits früh – im März 2005 erreichte er den dritten Platz im Juniorenranking. Im Wimbledon-Finale 2005 der Junioren musste er sich gegen Jérémy Chardy geschlagen geben. Aber das hat ihn nicht aufgehalten. 2007 feierte er seinen ersten großen Erfolg, als er im Dutch Open Halbfinale erreichte und dabei einen Top-10-Spieler, Tomáš Berdych, besiegte.
Die letzten Jahre waren nicht ohne Herausforderungen. Eine Knieverletzung 2009 warf ihn aus der Bahn, doch Haase gab nie auf. Er hat sich immer wieder zurückgekämpft und gehört seit 2006 zur niederländischen Davis-Cup-Mannschaft. Mit 26 gewonnenen von 40 Partien hat er sich einen Namen gemacht.
Jetzt steht er also bereit, seine Fähigkeiten erneut für Dornbirn unter Beweis zu stellen und wir sind gespannt, wie sich das Match gegen Eisenstadt entwickeln wird. Es wird ein Tag voller Emotionen, Leidenschaft und hoffentlich auch Siegen. Auf geht’s, Dornbirn!