Im Burgenland tummeln sich die Ein-Personen-Unternehmen (EPU) wie die Schwärme der Zugvögel im Frühling. Immer mehr Menschen ergreifen die Chance zur Selbstständigkeit, und das hat auch seine Gründe. Laut den neuesten Zahlen vom Ende 2025 gab es im Burgenland stolze 14.206 EPU. Das sind 436 mehr als im Vorjahr – ein Zeichen, dass der Trend zur Selbstständigkeit ungebrochen ist!
Mit 65,1 Prozent machen die Ein-Personen-Unternehmen nun den Löwenanteil der Firmen im Burgenland aus. Das ist ein Rekord, der für sich spricht. Besonders stark vertreten sind sie im Gewerbe und Handwerk (58,1 Prozent), gefolgt vom Handel (20,2 Prozent) und dem Bereich Information und Consulting (13,4 Prozent). Und nicht zu vergessen: Die Frauen erobern die Selbstständigkeit, denn 58,7 Prozent der EPU werden von Frauen geführt. Das ist doch eine tolle Entwicklung!
Die Motivation der Selbstständigen
Warum entscheiden sich so viele Menschen für den Schritt in die Selbstständigkeit? Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und flexible Arbeitszeiten stehen hoch im Kurs. Laut Umfragen sind 83 Prozent der EPU durch das Bedürfnis nach Freiheit motiviert. 77 Prozent suchen nach Selbstverwirklichung – und das ist doch ein schöner Grund, um den Sprung ins kalte Wasser zu wagen! Auch die Umsetzung eigener Ideen und das Erkennen von Marktchancen sind entscheidende Treiber. Komischerweise sind die Anteile der Gründungsmotive von 42 Prozent auf 49 Prozent gestiegen. Das zeigt, dass viele mit einer konkreten Produktidee im Gepäck starten.
In den Bezirken Neusiedl (2.921 EPU), Eisenstadt und Umgebung (2.860 EPU) sowie Oberwart (2.446 EPU) haben sich die Einzelunternehmer besonders stark niedergelassen. Hier sind sie eine treibende Kraft, die nicht nur die Wirtschaft ankurbelt, sondern auch die Regionen lebendiger macht. Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth bezeichnet die EPU als „Schlüsselfaktor der Wirtschaft“. Und das aus gutem Grund!
Unterstützung und Herausforderungen
Die Wirtschaftskammer bietet Unterstützung in Form von Services und Entlastungen – und es wird immer besser. Beispielsweise können EPU, die über das Regelpensionsalter hinaus arbeiten, von einer Aktivpension und einem Steuerfreibetrag von bis zu 15.000 Euro profitieren. Außerdem ist die Kleinunternehmergrenze auf 55.000 Euro angehoben worden. Das wird als Etappensieg gefeiert, doch die Forderungen bleiben: Eine weitere Anhebung auf 85.000 Euro wäre wünschenswert, ebenso wie Verbesserungen beim Gewinnfreibetrag und bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern.
Was die Nutzung von KI angeht, scheinen die meisten EPU noch skeptisch zu sein. Ganze 70 Prozent planen keinen Einsatz in naher Zukunft – vielleicht einfach, weil die Expertise fehlt? Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden.
Ein Blick über die Grenzen
In ganz Österreich gibt es etwa 357.000 EPU, was rund 60 Prozent aller Firmen ausmacht. Viele von ihnen sind auch international aktiv, insbesondere in Deutschland, der Schweiz und Italien. Ein Viertel der EPU erzielt dabei Umsätze von über 100.000 Euro – das ist doch auch eine Ansage! Das durchschnittliche Gründungsalter liegt bei fast 37 Jahren, und bei den Neugründungen seit 2010 liegt der Schnitt sogar über 41.
Man merkt: Die Selbstständigen im Burgenland sind nicht nur hochqualifizierte Allrounder, sie bringen auch frischen Wind in die Wirtschaft. Sie sind die Innovatoren, die die Region beleben und mit ihren Ideen und ihrem Engagement zum wirtschaftlichen Puls des Burgenlands werden. Die Zukunft sieht spannend aus!