In der Ostbucht am Wörthersee tut sich gerade etwas ganz Großes. Gerfried Zmölnig, der Geschäftsführer von ipMedia, hat die Ärmel hochgekrempelt und ein Team von 200 bis 300 Personen versammelt. Gemeinsam bauen sie eine beeindruckende Bühne und Zelte auf, verlegen Kabel und richten die Scheinwerfer aus. Das ganze Spektakel ist Teil der Matakustix Show, die ab Freitag die Massen anziehen wird. Man spricht von 40.000 Fans, die erwartet werden! Ein echtes Spektakel für die Region und eine Menge Arbeit für alle Beteiligten.

Die Produktionskosten sind nicht ohne – satte drei Millionen Euro fließen in die zwei Wochen, in denen diese Konzerte stattfinden. Aber das ist es wert, denn die Wertschöpfung, die ipMedia in die Stadt bringt, beläuft sich auf fast vier Millionen Euro. Die Werbewirkung der Starnacht, die am 11. Juli live in ORF 2 und MDR ausgestrahlt wird, ist mit 13 bis 14 Millionen Euro ebenfalls nicht zu verachten. Hier wird nicht nur gefeiert, hier wird auch wirtschaftlich gedacht!

Ein Blick hinter die Kulissen

Der Boden wird mit Plastikabdeckungen geschützt, damit alles schön bleibt. Die Tribünen und das VIP-Zelt stehen bereits, und die Bühne wird von zwei Stagebereichen in Sternform geziert – das hat schon was. Der Backstagebereich kann bis zu 300 Personen fassen, und jeder Künstler erhält seine eigene Kabine. Ganz schön schick, oder? Für die Autogrammjäger unter den Fans werden für jeden Künstler 100 Autogrammkarten produziert – ein kleines Souvenir für die Erinnerungen.

Für diese großartige Veranstaltung arbeitet ipMedia mit rund 30 Partnern zusammen, darunter „Kärnten aktiv“ für das Catering und Saubermacher für die Entsorgung. Zmölnig hat eine Anekdote über Rick Astley parat, der total überrascht war, als er hörte, dass der Wörthersee Trinkwasserqualität hat. Welche Freude, den Künstlern die Region gleich bei der Anfahrt schmackhaft zu machen – und das mit einer Informationsmappe im Auto!

Die kommenden Highlights

Und als ob das nicht genug wäre, folgen nach Matakustix noch weitere große Konzerte: Andreas Gabalier am 4. Juli, Mark Forster am 5. Juli, und das absolute Highlight – die Starnacht. Wer könnte da widerstehen? Zmölnig hat auch für das nächste Jahr bereits Pläne in der Tasche und denkt dabei nicht nur an die Stars, sondern auch an die Sicherheit der Gäste. Ein Sturm im Vorjahr hat gezeigt, wie wichtig Fluchtwege sind – in nur vier Minuten und zwölf Sekunden war der letzte Gast draußen. Das beeindruckt!

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Die Veranstaltungslandschaft steht jedoch nicht nur in der Ostbucht vor Herausforderungen. Im Sommer 2024 sind große Konzerte in Deutschland mit Größen wie Beyoncé, Adele und Taylor Swift geplant. Diese Events könnten für lokale Unternehmen wie Hotels und Restaurants ein Segen sein, aber es gibt auch Schattenseiten. Kleinere Festivals kämpfen zunehmend ums Überleben. Nicolas Ruth von der Hochschule für Musik und Theater in München hebt hervor, wie wichtig diese kleineren Events für Nachwuchsbands sind. Die hohen Ticketpreise bei großen Konzerten könnten die Budgets der Fans strapazieren und die Ausgaben für andere Veranstaltungen drücken.

Die Branche erfährt einen Wandel. Trotz der Herausforderungen, die durch hohe Kosten und Ticketpreise entstehen, könnte das Interesse an Live-Musik durch große Veranstaltungen steigen. Ein Beispiel für den umweltfreundlichen Wandel ist ein klimafreundliches Open-Air-Festival in Hamburg, das sogar energieautark war. Der Druck auf die Veranstaltungsbranche wächst, nachhaltiger zu agieren. Rabatte für umweltfreundliche Anreisen und Auszeichnungen für pflanzenbasierte Gerichte sind Ideen, die immer mehr in den Fokus rücken.

So wird die Ostbucht am Wörthersee nicht nur zur Bühne für Stars, sondern auch zum Schauplatz eines Wandels, der die ganze Branche betrifft. Ob im Glanz der Scheinwerfer oder hinter den Kulissen, es bleibt spannend, wie sich die Musiklandschaft weiterentwickeln wird.

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