Kärntens Tourismus im Aufbruch: Hoffnungsschimmer am Wörthersee
Heute ist der 24.07.2026, und der Wörthersee strahlt in seiner typischen Schönheit. Klaus Ehrenbrandtner, der Geschäftsführer der Kärnten Werbung, hat in den letzten Wochen einen Blick auf die Sommersaison geworfen. Und was er sieht, macht Hoffnung. Die Übernachtungen in Kärnten sind im Start der Sommersaison um 1,7 Prozent gestiegen, und im ersten Halbjahr kann man sogar einen Anstieg von 3,9 Prozent verzeichnen. Ein Grund zur Freude, könnte man sagen!
Doch trotz dieser positiven Zahlen bleibt die Buchungslage spannend. Viele Urlauber entscheiden sich erst kurzfristig, oft innerhalb von vier Wochen vor Reiseantritt. Das macht es schwierig, Prognosen für die kommenden Monate zu stellen. Besonders der Juli sieht vielversprechend aus, auch wenn Ehrenbrandtner anmerkt, dass der Nahostkonflikt und die Lage in der deutschen Industrie wenig Einfluss auf das Reiseverhalten der Deutschen haben. Urlaub ist für viele das letzte, worauf sie verzichten möchten.
Die Herausforderungen des Tourismus
Die aktuellen Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Der Kärntner Tourismus schloss das Sommerhalbjahr 2023 mit 2.309.724 Ankünften und 9.577.347 Übernachtungen ab. Im Vergleich zum Vorjahr gab es jedoch einen Rückgang bei den Nächtigungen um 3,6 Prozent und bei den Ankünften um 1,8 Prozent. Die Teuerung, vermehrte Fernreisen und eine lange Schlechtwetterphase tragen dazu bei, dass die Zahlen nicht ganz so glänzend sind. Trotz allem haben die Tourismusbetriebe das Niveau der Vor-Corona-Zeit leicht übertroffen.
Um auf die schweren Unwetter zu reagieren, hat das Land Kärnten ein Soforthilfepaket in Höhe von 350.000 Euro geschnürt. Das zeigt, dass man hier nicht nur zuschaut, sondern aktiv handelt. Im Oktober 2023 wurde ein Zuwachs von 1,4 Prozent bei Ankünften und 3,6 Prozent bei Nächtigungen verzeichnet. Das könnte eine positive Wende darstellen, die durch die Herbstoffensive des Landes unterstützt wird.
Die Zukunft im Blick
Mit einem klaren Plan für die kommenden Jahre geht Kärnten auch in die Zukunft. Die Tourismusreform ist im Zeitplan und soll ab Januar 2027 in Kraft treten. Ziel ist es, die Strukturen zu effizienter zu gestalten – von 125 auf 10 Einheiten. Da sind einige spannende Veränderungen in Sicht! Zudem wird die neue Aufenthaltsabgabe am 1. November in Kraft treten. In der Zwischenzeit arbeitet Kärnten Werbung an einer zentralisierten Website und plant Kooperationen mit Reiseveranstaltern wie „Dertour“, um mehr Nächtigungen über solche Anbieter zu generieren.
Die Entwicklung des Flughafens Klagenfurt benötigt zwar mehr Zeit, doch erste Erfolge, wie die vermehrten Verbindungen nach Köln, sind bereits sichtbar. Auch wenn Ryanair den London-Flug im Winter gestrichen hat, bleibt die Schließung des Flughafens keine Option. Hier wird aktiv an der Vermarktung von Flügen und Hotelpaketen gearbeitet, unter anderem mit Eurowings.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schutz des Wörthersees. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat klargemacht, dass der See nicht als „erheblich veränderter Wasserkörper“ eingestuft wird. Das ist entscheidend für den Tourismus in der Region und zeigt, wie wichtig die Erhaltung dieser einzigartigen Landschaft ist.
Zusätzlich plant Kärnten, die internationalen Märkte ins Visier zu nehmen. Die Bewerbung für die Wintersaison in Zielmärkten wie Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei ist bereits in Umsetzung. Man hat also große Pläne, und die Vorbereitungen für die Wintersaison laufen schon auf Hochtouren. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Tourismus in Kärnten entwickeln wird, aber eines ist sicher: Die Region hat viel zu bieten, und die Menschen sind bereit, das zu entdecken.
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