Gestohlene Träume: Die „Weltraum Bar“ und das Rätsel um das verschwundene Kunstwerk
Ein neues Schmuckstück im Wiener Nachtleben hat seine Türen geöffnet: Die „Weltraum Bar“ in der Heumühlgasse 14. Hier trifft sich Kunst, Kultur und das pulsierende Nachtleben zu einem einzigartigen Erlebnis. Das Lokal, das von Künstler Maron und seinen drei Partnern ins Leben gerufen wurde, bietet mit seinen rund 200 Quadratmetern und sechs unterschiedlich gestalteten Räumen Platz für eine Vielzahl von Veranstaltungen – von Vernissagen über Konzerte bis hin zu Lesungen und Performances. Ein echter Treffpunkt für die kreative Szene, könnte man sagen!
Doch die Freude über die Eröffnung wurde jäh getrübt. Am vergangenen Wochenende, während die Bar geöffnet war und die Gäste in die Welt der Kunst eintauchten, geschah das Undenkbare: Ein Kunstwerk wurde gestohlen! Das Gemälde „Manchild“ von der talentierten Künstlerin Laura Oda Schreiner, das Teil einer siebenteiligen Reihe aus dem Jahr 2025 ist, verschwand spurlos. Mit seinen Maßen von 60 x 80 cm und dem typischen „Wimmelbild-Charakter“ hatte es nicht nur einen emotionalen Wert, sondern war auch mit 5.500 Euro in der Galerie und 3.100 Euro für die Künstlerin selbst bewertet.
Die Umstände des Diebstahls
Der Zeitpunkt des Diebstahls bleibt ein Rätsel. Die Kamera im Galerieraum war aufgrund technischer Probleme nicht aktiv, und die Überwachungskamera im Barbereich war falsch ausgerichtet. Ein echtes Fiasko, wenn man bedenkt, dass das Bild direkt neben einem weiteren Werk von Oda Schreiner hing, das glücklicherweise nicht gestohlen wurde. Die Bar-Betreiber sind auf der Suche nach zusätzlichen Überwachungskameras in der Umgebung, um dem Ganzen auf die Spur zu kommen. Die Polizei wurde eingeschaltet, und eine Belohnung von 2.000 Euro für Hinweise wurde ausgelobt. In der Luft liegt eine Mischung aus Enttäuschung und Dringlichkeit. Das gestohlene Bild war nicht versichert, was bedeutet, dass die Betreiber der Bar nun 5.500 Euro an die Künstlerin zahlen müssen – ein harter Schlag für ein neu eröffnetes Lokal.
Die Künstlerin selbst ist erst 29 Jahre alt und studiert seit 2023 Malerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Ihre Werke sind mit viel Leidenschaft und Kreativität entstanden, und der Verlust eines solchen Stücks ist sicherlich ein emotionaler Rückschlag. Es bleibt zu hoffen, dass das Bild bald wieder auftaucht und die „Weltraum Bar“ nicht nur für ihre Kunst, sondern auch für ihre Sicherheit bekannt wird.
Ein Blick auf die wirtschaftliche Lage
In dieser Zeit der Unsicherheit wird die wirtschaftliche Situation in Österreich nicht einfacher. Im Mai 2023 stieg die Inflation auf 3,7 % – ein Anstieg, der zum Teil durch Preiserhöhungen bei Dienstleistungen, Treibstoff und Heizöl verantwortlich ist. Die Gastronomie und Hotellerie verzeichneten eine Preissteigerung von 4,7 %, was für neue Lokale wie die „Weltraum Bar“ eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Man fragt sich, wie sich die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Kunst- und Kulturszene auswirken werden, während die Preise in vielen Bereichen steigen. Die Teuerung bei Nahrungsmitteln lag zwar mit 2,2 % unter der Gesamtinflation, doch das ist für viele Menschen kein Trost, wenn die Ausgaben für das tägliche Leben steigen.
Egal wie die Situation aussieht, die „Weltraum Bar“ hat das Potenzial, ein Ort der Kreativität und Inspiration zu sein – wenn man nur die Hürden des Alltags und die Schattenseiten des Lebens überwindet. Und während die Suche nach dem gestohlenen Kunstwerk weitergeht, bleibt die Hoffnung, dass die Bar ein sicherer Hafen für Kunstliebhaber und Nachtschwärmer bleibt.
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