In Währing, genauer gesagt an der Evangelischen Volksschule, haben sich die kleinen Schülerinnen und Schüler selbst für mehr Sicherheit im Straßenverkehr stark gemacht. Man könnte sagen, sie haben bewiesen, dass man auch ohne zusätzliche Verkehrsschilder auf die Gefahren der Straße aufmerksam machen kann. Stattdessen haben die Kinder an einem spannenden „Apfel-Zitrone-Workshop“ teilgenommen, der in der Schumanngasse 17 zwischen 10 und 11 Uhr stattfand. Insgesamt 22 Kinder waren dabei und lernten, wie wichtig es ist, sich im Straßenverkehr richtig zu verhalten und die Verkehrsregeln zu beachten.

Der Anstoß für diese Initiative kam durch einen Antrag im Währinger Kinderparlament. Die Kinder hatten den Wunsch geäußert, ein Schild aufzustellen, das Autofahrer darauf hinweist, dass sie vor der Schule langsamer fahren sollen. Denn ihre Beobachtungen waren eindeutig: Viele Fahrzeuge düsen viel zu schnell an der Schule vorbei. Die MA 46, die für Verkehrsorganisation zuständig ist, verwies allerdings darauf, dass bereits ein Schutzweg und ein Gefahrenzeichen für Kinder vorhanden sind. Sie empfahlen stattdessen den Workshop, um das Fahrverhalten zu beobachten und die Autofahrer zu sensibilisieren. Und siehe da, die Aktion kam bei den Kindern richtig gut an – sie waren begeistert von ihrem aktiven Engagement für die Verkehrssicherheit!

Wichtige Erkenntnisse für die Verkehrssicherheit

Doch das ist nicht alles. Verkehrsexperte DI Christian Kräutler vom KFV hat in einer früheren Aktion am 11. Mai 2017 erklärt, wie Stress und Zeitdruck die Fahrer dazu verleiten, schneller zu fahren. Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass man durch Schnellfahren Zeit sparen kann – doch das Gegenteil ist der Fall, denn es gefährdet das Leben aller Verkehrsteilnehmer. Die Unfallstatistik von Wien aus dem Jahr 2015 zeigt, dass rund 390 Kinder im Straßenverkehr verletzt wurden, darunter 64 am Schulweg. Tragischerweise starben 13 Menschen, von denen 7 Fußgänger waren. Die Hauptursache für tödliche Unfälle? Genau, das Überschreiten des Tempolimits!

Die Kampagne „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ von AUVA und KFV, die 2017 ins Leben gerufen wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu schärfen. Hierbei wird deutlich, dass das Einhalten von Tempolimits das Risiko von Unfällen und Verletzungen erheblich senken kann. Manchmal kann es helfen, einfach zehn Minuten früher loszufahren – das könnte Leben retten!

Zusammenarbeit für mehr Sicherheit

An der Bunten Schule in Währing gab es ebenfalls einen Aktionstag, an dem die Schulkinder die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge gemessen haben. Autofahrer, die sich an die Tempolimits hielten, durften sich über einen Apfel freuen, während die zu schnellen Fahrer mit einer Zitrone bedacht wurden. Ein spielerischer Ansatz, der nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen zum Nachdenken anregt! Die Polizei unterstützte diese Aktion tatkräftig, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Bezirksvorsteherin Mag. Silvia Nossek betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Polizei, Schule und Eltern – nur gemeinsam kann man die Sicherheit für die Kleinen gewährleisten.

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Die Verkehrserziehung wird als übergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe angesehen. Die Umsetzung variiert zwar je nach Bundesland, doch die Grundlage bleibt immer die gleiche: Die Schülerinnen und Schüler sollen Kompetenzen für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr aufbauen. In den Schulen wird durch verschiedene Medienangebote, wie Druckschriften und Filme, Unterstützung geboten, um das Thema Verkehrssicherheit lebendig zu halten.

Die kleinen Währinger zeigen, dass man auch ohne große Mittel viel bewirken kann. Ihre Initiative ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die Verkehrssicherheit aktiv in die eigene Hand zu nehmen und dabei auch noch Spaß zu haben!

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