In Währing hat sich am Freitagvormittag eine bedrückende Geschichte abgespielt, die einmal mehr zeigt, wie trickreich und skrupellos Betrüger vorgehen. Eine 90-jährige Dame wollte an einem Bankschalter stolze 9.750 Euro abheben. Der Bankmitarbeiter, der die Seniorin bediente, wurde stutzig, als sie ihm nicht schlüssig erklären konnte, wofür sie das Geld benötigte. Ein gutes Bauchgefühl, könnte man sagen, das ihn dazu brachte, den Polizeinotruf zu informieren. Und das war auch gut so!

Die eintreffenden Beamten fanden heraus, dass die betagte Frau zuvor einen Anruf erhalten hatte. Am Telefon wurde sie aufgefordert, mehrere Banken aufzusuchen und jeweils diese hohe Summe abzuheben. Wahrscheinlich dachte sie, sie könne jemandem in der Not helfen. Es wurde schnell klar: Die Dame hatte bereits in einer Bank in Döbling Geld an einen wartenden Mann übergeben. Als die Polizei einen Verdächtigen in der Nähe entdeckte, der nervös versuchte, sich aus dem Staub zu machen, war die Situation ernst. Dieser 37-Jährige konnte keine schlüssige Erklärung für sein Verhalten geben und wurde festgenommen. Die Beamten stellten die 9.750 Euro sicher. Der Mann verweigerte die Aussage, und die 90-Jährige, die sich nicht mehr an die Geschichte erinnern konnte, die ihm erzählt worden war, blieb sichtlich perplex zurück.

Die Masche der Betrüger

Trickbetrüger haben es vor allem auf ältere Menschen abgesehen. Sie nutzen Druck und vorgetäuschte Notsituationen, um Bargeld und Wertgegenstände zu ergaunern. Oft geben sie sich als Verwandte, Beamte oder Handwerker aus und kontaktieren bevorzugt allein lebende Seniorinnen und Senioren. Ein typisches Vorgehen ist es, dem Opfer am Telefon zu sagen: „Rate mal, wer hier spricht!“ – eine manipulative Technik, die darauf abzielt, Vertrauen aufzubauen.

Häufig erzählen die Betrüger von einer Notlage und bitten um Geld, das sie versprechen, schnell zurückzugeben. Das Geld wird dann oft von einer Botin oder einem Boten abgeholt, da die Betrüger selbst angeblich keine Zeit haben. Sollte das Opfer nicht genug Geld zur Verfügung haben, wird es unter Druck gesetzt, sofort zur Bank zu gehen. Moralischen Druck üben die Betrüger ebenfalls aus, indem sie behaupten, in der Vergangenheit oft geholfen zu haben. Traurigerweise haben viele ältere Menschen so bereits ihre gesamten Lebensersparnisse verloren.

  • Misstrauen Sie Formulierungen wie „Rate mal, wer hier spricht!“
  • Fragen Sie nach dem Namen des Anrufers und lassen Sie keine Namenraten zu.
  • Bei Geldforderungen sollten Sie vorsichtig sein und persönliche Fragen stellen, um die Identität zu überprüfen.
  • Beenden Sie besser das Gespräch und rufen Sie die Person unter ihrer bekannten Nummer zurück.
  • Im Zweifelsfall kontaktieren Sie die Polizei unter 133 oder 112.

Vorsichtsmaßnahmen für Senioren

Die Polizei hat klare Ratschläge, um sich vor solchen Betrügereien zu schützen. Es ist wichtig, zu wissen, dass echte Amtspersonen Verständnis zeigen, während Betrüger versuchen, Druck auszuüben. Man sollte keine fremden Personen in die Wohnung lassen und ihnen kein Geld oder Wertgegenstände übergeben. Auch Trickdiebstähle können gewaltsam ablaufen, wenn Betrüger keinen Erfolg haben. Ein beliebter Trick ist die Bitte um ein Glas Wasser, während Komplizen die Wohnung durchsuchen.

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Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man beim Öffnen der Tür vorsichtig sein sollte. Schauen Sie durch den Türspion oder das Fenster, wer vor der Tür steht, und öffnen Sie nur bei vorgelegtem Sperrriegel. Unbekannte Personen sollten Sie nicht in die Wohnung lassen und, wenn nötig, zu einem späteren Zeitpunkt wiederbestellen, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. Im Zweifel sollten Sie die Polizei anrufen und die Telefonnummer selbst heraussuchen.

Die Angst vor kriminellen Bedrohungen hat in den letzten Jahrzehnten bei älteren Menschen zugenommen, obwohl Studien zeigen, dass sie im Vergleich zu anderen Altersgruppen seltener Opfer von Straftaten werden. Trotzdem beeinflusst die subjektive Wahrnehmung der Sicherheit die Lebensqualität älterer Menschen erheblich. Es ist daher wichtig, wachsam zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen – denn gemeinsam sind wir stärker!

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