Ferrari-Raser in Wien: Als Geschwindigkeit zur Strafe wurde
Ein ganz normaler Sonntagabend in Wien, bis ein Ferrari-Fahrer die Nacht zum Tag machte. Ein 47-jähriger Türke raste mit seinem Ferrari SF90 Stradale über den Franz-Josefs-Kai und ließ die Geschwindigkeit auf 114 km/h hochschnellen – das war 64 km/h mehr als erlaubt! Wie ein Blitz war er unterwegs und schien die Regeln des Straßenverkehrs vollständig zu ignorieren. Der Wert des Wagens? Ab 435.000 Euro. Klingt nach einem kleinen Vermögen, in diesem Fall war es jedoch nicht genug, um ihn vor den Konsequenzen zu bewahren.
In der Nacht auf Sonntag wurde der Fahrer nicht nur geblitzt, sondern auch gleich mit einem Alkotest konfrontiert, bei dem ein Wert von 0,7 Promille festgestellt wurde. Seine Ausrede? „Der Wagen ist neu, ich bin noch nicht gewohnt“, hörte man ihn sagen. Man fragt sich, ob das wirklich eine Entschuldigung ist, wenn man über die Straßen von Wien brettert. Sofort wurde ihm der Führerschein entzogen, und der Ferrari durfte sich auf den Weg zum Abschleppplatz in Simmering machen. Die Abschleppgebühren summierten sich auf 323 Euro. Ein kleiner Preis für einen großen Fehler, könnte man meinen.
Der Ferrari SF90 Stradale: Technik und Leistung
Doch was steckt eigentlich unter der Motorhaube dieses beeindruckenden Boliden? Der Ferrari SF90 Stradale ist ein Plug-in-Hybrid-Supersportwagen mit einem 90-Grad-V8-Biturbo-Motor, der 3990 cm³ Hubraum bietet und beeindruckende 780 CV (also rund 574 kW) leistet. Zusammen mit drei Elektromotoren bringt er es auf eine Gesamtleistung von sagenhaften 1000 CV. Wenn man also über die Straßen heizt, kann man die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 2,5 Sekunden erleben – das ist schon eine Hausnummer! Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h, was dazu führt, dass man fast das Gefühl hat, durch die Luft zu fliegen.
Das Fahrzeug hat Allradantrieb und ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das für ein unvergleichliches Fahrvergnügen sorgt. Die technische Raffinesse des Wagens wird durch die Verwendung eines Abgasturboladers und einer Lithium-Ionen-Batterie unterstützt, die eine Reichweite von bis zu 25 km im elektrischen Modus ermöglichen. Auch der Innenraum ist nicht zu verachten: digitalisiert und mit einem 16 Zoll großen Display ausgestattet, bietet er eine moderne Fahrerfahrung. Es ist fast so, als würde man in einem Raumschiff sitzen!
Ein unerwartetes Ende
Am Montagmittag, nach einer Nacht voller Aufregung und Verwunderung, holte der Fahrer seinen Ferrari bei der Abschleppgruppe in Wien-Simmering ab. Ein bisschen peinlich war es sicher, vor den Angestellten zu stehen, nachdem man sich so unvorsichtig verhalten hatte. Aber wie heißt es so schön? Aus Fehlern lernt man. Und vielleicht war dies eine Lektion, die er nicht so schnell vergessen wird. Auch die Abschleppgruppe der MA48 hatte eine interessante Methode, das Fahrzeug anzuheben, indem sie es an den Reifen hoben – gar nicht so einfach bei einem Sportwagen mit einer Bodenfreiheit von nur drei Zentimetern.
Der Vorfall zeigt, dass selbst die teuersten und schnellsten Autos nicht vor den Gesetzen der Straße gefeit sind. Und während der Ferrari SF90 Stradale sicherlich ein Wunderwerk der Ingenieurskunst ist, bleibt die Frage: Ist er auch ein gutes Stück Verantwortung? Manchmal ist es besser, die Geschwindigkeit im Zaum zu halten und die Straßen sicher zu genießen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer. So könnte der Fahrer vielleicht eines Tages mit einem Lächeln im Gesicht an seine irrwitzige Nacht zurückdenken – gelernt hat er auf jeden Fall etwas, das ist sicher.
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