Die Filmförderung in Österreich steht vor einem Wandel: Im Jahr 2025 wird sie aufgrund von Budgetkürzungen reduziert, was für die Filmbranche Herausforderungen mit sich bringt. Trotz dieser reduzierten Förderungen zeigt die Vienna Film Commission eine positive Bilanz: 755 nationale und internationale Filmprojekte wurden eingereicht, ein Anstieg von 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies zeigt, dass das Interesse an Wien als Drehort ungebrochen bleibt. Besonders hervorzuheben ist, dass in der Inneren Stadt, dem beliebtesten Drehort, der Anteil der Dreharbeiten auf 21,8 Prozent gestiegen ist. Doch auch andere Bezirke wie Landstraße (6,7%) und Leopoldstadt (6,1%) haben nennenswerte Beiträge geleistet. Weniger erfreulich ist die Situation in Meidling, wo nur 1,5 Prozent der Dreharbeiten stattfanden.
Die Vienna Film Commission, die zentrale Anlaufstelle für Filmschaffende in Wien, unterstützt sowohl nationale als auch internationale Filmproduktionen. Gegründet wurde sie im Februar 2009 und hat seither die Aufgabe, die Kommunikation zwischen der Stadtverwaltung und der Filmbranche zu koordinieren. Das Service der Commission ist für verschiedene Filmarten, darunter Spielfilme, Dokumentarfilme und Werbungen, kostenlos. Zudem hilft die Commission bei der Erteilung von Drehgenehmigungen und der Suche nach geeigneten Drehorten. In diesem Jahr wurden insgesamt 1.382 Empfehlungsschreiben erstellt, was einen Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zu 2024 darstellt.
Herausforderungen und Erfolge
Ein Blick auf die spezifischen Projekte zeigt, dass die Filmbranche in Wien trotz der Herausforderungen kreativ bleibt. 12 österreichische Filme waren 2025 bei der Berlinale vertreten, darunter zwei im Wettbewerb. Besonders erwähnenswert sind Produktionen wie „Die Blutgräfin“, „Der Wachtmeister“ und „Sternstunde der Mörder“. Diese Filme zeigen nicht nur die Vielfalt der Wiener Filmproduktion, sondern auch, wie lokale Elemente in internationale Produktionen integriert werden können.
Allerdings gibt es auch besorgniserregende Trends: Im zweiten Halbjahr 2025 verzeichnete die Branche einen Rückgang der Drehtage um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist vor allem auf die früh ausgeschöpften Filmfördertöpfe ÖFI+ und FISAplus zurückzuführen. Die Geschäftsführerin der Commission, Marijana Stoisits, äußerte ihre Besorgnis über die zukünftige Entwicklung der Filmförderung und betonte die Notwendigkeit von Förderungen des Bundes. Hoffnung besteht in einer möglichen Streamingabgabe, die frische Mittel generieren könnte, um die Filmproduktion in Österreich zu unterstützen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Vienna Film Commission ist auch weiterhin aktiv, um Wien als attraktiven Dreh- und Produktionsstandort international zu bewerben. Mit einer guten Auslastung des HQ7 Studios in Simmering und der Ermutigung, neue Drehorte zu erkunden, zeigt die Commission, dass sie nicht nur auf Herausforderungen reagiert, sondern auch proaktiv an der Zukunft der Filmproduktion in Wien arbeitet. Letztlich bleibt abzuwarten, wie sich die Förderlandschaft entwickelt und welche neuen kreativen Projekte in den kommenden Jahren aus der österreichischen Filmbranche hervorgehen werden.
Für weitere Informationen zur Filmförderung in Wien und den aktuellen Entwicklungen in der Filmbranche sei auf die Quelle verwiesen. Auch die Informationen der Vienna Film Commission bieten interessante Einblicke in die Unterstützung der Filmproduktionen. Darüber hinaus gibt es einen Rückblick auf die Ergebnisse des Jahres 2025 in der Kurier-Berichterstattung.