In der Pfarre Heilige Mutter Teresa in Oberbaumgarten, einem kleinen, aber lebendigen Viertel in Penzing, sorgt ein schockierender Vorfall für Bestürzung. Am 25. März wurde die Kirche „Zu den Vier Heiligen Evangelisten“ Ziel eines Vandalenakts, der nicht nur die Gemüter aufwühlt, sondern auch die Herzen der Gemeindemitglieder schwer belastet. Zwei von vier kunstvollen Bronzeskulpturen, die die Symbole der Evangelisten – Löwe, Stier, Engel und Adler – darstellen, wurden gestohlen, während die anderen beiden in einem bedauerlichen Zustand zurückgelassen wurden. Es ist kaum zu fassen, wie jemand so etwas tun kann!

Die Skulpturen, ein Meisterwerk des österreichischen Bildhauers Josef Pillhofer, wurden anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Pfarre geschaffen. Ein Fest, das die Gemeinschaft zusammenbrachte, wird nun von diesem schmerzlichen Verlust überschattet. Die Pfarre selbst beschreibt den ideellen Verlust als weitaus schwerwiegender als den Materialwert. Es ist diese emotionale Verbindung, die die Gemeindemitglieder so stark trifft. Um den Schaden noch zu verstärken, bleibt die Kirche seit dem Vorfall tagsüber geschlossen – eine Maßnahme, die sicherlich nicht leicht gefallen ist. Die Pfarre bittet um Verständnis für diese Entscheidung.

Öffentliche Hilfe gefordert

Die Pfarre ruft die Öffentlichkeit auf, Hinweise zu den entwendeten Kunstobjekten zu melden. Gesucht werden zwei etwa 30 Zentimeter große Metallskulpturen, die, falls sie in die falschen Hände geraten sind, nicht nur die physische Schönheit verloren haben, sondern auch einen Teil der Geschichte und Identität der Gemeinde. Ehrliche Finder können sich direkt bei der Polizei oder der Pfarrkanzlei Oberbaumgarten melden. Die Hoffnung auf die Rückkehr der Figuren bleibt bestehen – vielleicht gibt es noch Menschen mit Anstand und einem Sinn für Kunst, die sich melden.

Diese Situation wirft auch Fragen auf. Kunst ist nicht nur Dekoration – sie ist Träger von Geschichten, von Erinnerungen und von gemeinschaftlichem Erbe. Der Verlust solcher Stücke kann die kulturelle Identität eines Ortes erheblich beeinträchtigen. Es ist tragisch, wenn solche Schätze, die mit so viel Herzblut und Kreativität geschaffen wurden, aus einem Ort des Glaubens und der Gemeinschaft geraubt werden.

Kunst und Gemeinschaft

Die Pfarre Heilige Mutter Teresa hat schon viele Herausforderungen gemeistert, und es bleibt zu hoffen, dass auch dieser Vorfall die Gemeinschaft nicht auseinanderbringt, sondern sie vielmehr zusammenschweißt. Kunst und Kultur sind oft die Bindeglieder, die Menschen zusammenbringen – und die Rückkehr der Skulpturen könnte ein Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs sein.

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In einer Zeit, in der wir alle mit Unsicherheiten kämpfen, zeigt uns dieser Vorfall, wie wichtig es ist, die Kunst und die Kultur zu schützen, die unsere Gemeinschaften formen. Es bleibt abzuwarten, ob die Skulpturen zurückkehren. Doch die Pfarre und ihre Mitglieder sind bereit, für das Gute zu kämpfen – und das ist vielleicht die größte Hoffnung von allen.