Am vergangenen Wochenende hat das Festival „Penzing Vokal“ im Casino Baumgarten für Furore gesorgt. Zum mittlerweile fünften Mal haben die Stimmen der unterschiedlichsten Chöre die Wände des Veranstaltungsortes zum Klingen gebracht. Organisiert vom Zentrum für Musikvermittlung Wien 14, unter dem Motto „safe & sound“ von Robert Puhr, erlebten über 500 Besucher ein musikalisches Fest, das die Herzen aller Generationen berührte.
Der Tag startete mit einem Familienkonzert, das wirklich für jeden gedacht war – egal, ob jung oder jünger. Familien saßen gemütlich auf Teppichen und genossen die Verbindung von Musik und Gemeinschaft. Der Chor PenzSingers, unter der Leitung von Milka Pajukallio, umrahmte die Darbietungen mit einem bunten Mix aus Barock, Volksmusik und modernen Klängen. Die Programmauswahl war so vielfältig, dass sie von neu arrangierten Barockstücken über Osttiroler Dialekt-Raps bis hin zu jodlerischen Einlagen und bulgarischer Volksmusik reichte. Ein Highlight war ganz sicher die Body Percussion von Nora Schnabl-Andritsch, die das Publikum aktiv einbezog.
Ein Fest der Vielfalt
Musik schafft Verbindungen, und das wurde hier mehr als deutlich. Ein Werk aus dem 16. Jahrhundert sorgte für eine andächtige Stimmung im Saal – es war, als würde die Zeit stillstehen. Später am Nachmittag trat das Jugendvokalensemble unter der Leitung von Antonia Länger auf und begeisterte mit Arrangements von Coldplay, Münchner Freiheit und amerikanischen Folk-Klassikern. Und auch der Kinderchor Penzing, geleitet von Beate Länger-Oelz und Nicole Marte, lieferte ein abwechslungsreiches Programm ab. Die Botschaft des gesamten Festivals war klar: Gemeinsames Singen schafft Zusammenhalt und überwindet kulturelle Grenzen.
Das Festival war nicht nur ein Ohrenschmaus, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft. Die Besucher hatten sichtlich Freude daran, sich in die Musik fallen zu lassen und miteinander zu singen. Die Atmosphäre war durchweg entspannt und fröhlich – der perfekte Ort, um die Seele baumeln zu lassen und den Stress des Alltags hinter sich zu lassen.
Ein Blick in die Zukunft der Musik
Doch nicht nur in Penzing wird die Musik gefeiert. Ein weiterer spannender Termin steht vor der Tür: Das Musikverein Festival 2026, das vom 17. April bis 3. Mai stattfindet, widmet sich dem Thema „Beethovens Spazierstock“. Mit fantasievoll bewegten Elementen und überraschenden Routen verspricht das Festival ein direktes, emotionales Musikerlebnis. Auch die „Hör-Bar“, ein neues Konzertformat, wird dort vorgestellt. Die Idee? Lieblingsstücke in entspannter Atmosphäre zu genießen – ein Konzept, das sicherlich viele begeistern wird.
Die Wiener Symphoniker, die im Oktober 2025 ihr 125-jähriges Bestehen feiern, haben auch einige große Pläne. Unter der Leitung von Igor Levit wird es Konzerte zum Gedenken an Dmitrij Schostakowitsch geben. Und das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Zukunft in der Musikszene bereithält.