Es gibt Momente im Leben, die einfach rauschend schön sind! Tobias Dolezal, erst 16 Jahre alt, hat so einen Moment erlebt. Er hat den Wiener Landesmeistertitel beim Lehrlingswettbewerb „Junior Sales Champion“ gewonnen! Dabei begeistert dieser junge Großhandelskaufmann von Kellner & Kunz nicht nur mit seinem Fachwissen, sondern vor allem mit seiner Leidenschaft für den Verkauf. Zehn Minuten lang hat er die Jury mit einem Verkaufsgespräch überzeugt, in dem er seine Produkte präsentierte – und das hat sich ausgezahlt!

Der Wettbewerb war kein Zuckerschlecken. Fachwissen, Rhetorik, soziale Kompetenz, und der Umgang mit Einwänden – all das wurde bewertet. Und Tobias hat das alles mit Bravour gemeistert! Juliane von Knorring, Lehrling beim Juwelier Ellert, kam auf den zweiten Platz, während Antonio Bornaz von Spar den dritten Platz belegte. Aber das ist nicht alles: Dolezal und von Knorring werden Wien am 7. Oktober beim österreichweiten Wettbewerb vertreten. Da kann man nur hoffen, dass sie die Spannung und Aufregung auch dort mit der gleichen Brillanz meistern!

Der Stellenwert der Lehrlingsausbildung

Margarete Gumprecht, die WKW-Obfrau der Sparte Handel, hat nicht nur den Wettbewerb beobachtet, sondern auch die Bedeutung der Lehrlingsausbildung im Handel unterstrichen. In Zeiten, in denen der Fachkräftemangel eine Herausforderung darstellt, ist es wichtig, junge Talente zu fördern und auszubilden. Die Bundesagentur für Arbeit liefert jährlich eine umfassende Analyse der Fachkräftesituation am Arbeitsmarkt. Dabei wird ein Punktewert ermittelt, der eng mit der Klassifikation der Berufe verknüpft ist. Ein Punktwert von ≥ 2,0 zeigt, dass ein Engpass in bestimmten Berufen herrscht – und das betrifft auch viele Bereiche im Handel.

In Deutschland und den Bundesländern wird dies genau beobachtet. Der Punktwert kann Aufschluss darüber geben, wie es um die Ausbildung und die Besetzung von Stellen steht. Und da gibt es durchaus einige kritische Punkte, die es zu beachten gilt. Die Wirtschaft ist momentan angespannt, und immer mehr Unternehmen zögern, in die Ausbildung zu investieren. Auf der einen Seite gibt es ein wachsendes Interesse der jungen Menschen an dualer Berufsausbildung, auf der anderen Seite stagnieren die Ausbildungsplätze oder sind sogar rückläufig. Ein echtes Dilemma!

Der Ausbildungsmarkt im Wandel

In Dortmund, zum Beispiel, bleibt der Ausbildungsmarkt angespannt, obwohl mehr Bewerber auf die Jagd nach Ausbildungsplätzen gehen. Ein Blick auf die Bilanz des Ausbildungsjahres 2024/2025 zeigt, dass die Agentur für Arbeit Dortmund ein Bewerberplus von knapp 4.000 jungen Menschen verzeichnet hat. Doch die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen stagniert und in manchen Branchen gibt es sogar Rückgänge. Es ist also ein ständiger Balanceakt zwischen Angebot und Nachfrage. Unternehmen möchten ausbilden, sehen sich aber gezwungen, in dieser wirtschaftlichen Unsicherheit zurückhaltend zu agieren.

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Die unbesetzten Ausbildungsstellen im Bereich Verkauf und Handel machen deutlich, wie wichtig es ist, den Nachwuchs zu fördern. Die TOP 10 der unbesetzten Berufsausbildungsstellen zeigen, dass Berufe wie Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Verkäufer/in ganz oben auf der Liste stehen. Es gibt also Bedarf – und das nicht nur in Wien, sondern weit darüber hinaus. Die Herausforderungen sind groß, aber die Chancen für motivierte junge Menschen, die Lust auf eine Karriere im Handel haben, sind ebenso vielfältig!

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