Wien macht sich auf den Weg, das urbane Logistiksystem auf ein neues, nachhaltiges Level zu heben. Im Gemeinderat wurde der „Masterplan Urbane Logistik“ beschlossen – ein Novum in Österreich! Das Ziel? Unnötige Transportwege vermeiden, klimafreundliche Lieferungen fördern und das gesamte Logistiksystem verbessern. Damit soll nicht nur die Luftqualität in der Stadt steigen, sondern auch der Wirtschaftsstandort Wien gestärkt werden.

Wusstest du, dass 20% des Verkehrs in Wien auf Wirtschaftstransporte entfallen? Das ist ganz schön viel, wenn man bedenkt, wie oft wir an einer roten Ampel auf einen Lieferwagen warten! Um die Situation zu entschärfen, setzen die Wiener Stadtwerke und die Wirtschaftskammer auf ein Konzept, das auf den „drei Vs“ basiert: Vermeiden, Verlagern und Verbessern. Dabei wird auch die Förderung umweltfreundlicher Fahrzeuge für die letzte Meile, wie E-Lastenräder, großgeschrieben. Die Idee ist, ein Netz von unabhängigen Paketboxen im „Hausschlapfen-Radius“ zu entwickeln – also dort, wo man bequem zu Fuß hingehen kann.

Neue Wege der Logistik

Ein weiterer spannender Aspekt des Masterplans ist die Prüfung von „Zero Emission Zones“. Diese sollen zur CO₂-Einsparung beitragen – in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Wissenschaft. Und das ist noch nicht alles: Für Gebiete mit besonderen Herausforderungen werden Bezirkslogistikkonzepte geplant. Im ersten Bezirk soll die Umsetzung bereits im kommenden Jahr starten. Um die E-Mobilität weiter zu fördern, sind außerdem der Ausbau von E-Schnellladestationen und Ladestationen für effizientere Wege in Planung. Das alles wird durch massive Investitionen der Wiener Stadtwerke unterstützt – über 10 Milliarden Euro bis 2030 fließen in die Mobilitäts- und Energiewende.

Die Fortschrittskoalition der Stadt Wien hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den innerstädtischen Lieferverkehr auf kleinere, emissionsfreie Fahrzeuge umzustellen. Die Magistratsabteilung 18 arbeitet hierfür eng mit der WIENER LOKALBAHNEN GmbH zusammen. Ein breiter Dialogprozess mit Share- und Stakeholdern in Stadt und Region soll sicherstellen, dass alle Stimmen gehört werden. Das Ganze wird unter den EU-Kriterien für „sustainable urban logistic plans“ durchgeführt – das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern ein ernstgemeintes Vorhaben.

Nachhaltigkeit im Fokus

Wenn wir auf die globale Situation schauen, wird die Dringlichkeit solcher Maßnahmen noch klarer. Jährlich werden weltweit über 100 Milliarden Pakete verschickt, und die Tendenz zeigt steil nach oben. Die Logistik und der Transport sind für bis zu 11% der globalen CO2-Emissionen verantwortlich – das ist ein gewaltiger Batzen. In Europa ist jede fünfte bis zweite Transportfahrt auf der Straße eine Leerfahrt. Das bedeutet immense Ressourcenverschwendung und eine unnötige Belastung für die Umwelt.

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Die Herausforderungen sind groß, aber die Chancen für mehr Nachhaltigkeit in der Logistik sind ebenso enorm. Unternehmen müssen ihre Emissionen in Logistikprozessen reduzieren und Ressourcen schonen. Die Fraunhofer IML unterstützt die Branche mit praxistauglichen Lösungen und innovativen Ansätzen, um die ökologische Nachhaltigkeit zu fördern – sei es durch die Reduzierung von Verpackungsmaterial oder durch optimierte Routenplanung. Diese Technologien und Strategien orientieren sich an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, was zeigt, dass wir nicht nur lokal, sondern auch global einen Unterschied machen können.

In Wien wird also nicht nur über Nachhaltigkeit gesprochen, sondern aktiv daran gearbeitet. Ein Schritt in die richtige Richtung, der hoffentlich Schule macht und andere Städte inspiriert, ähnliche Wege zu gehen. Man darf gespannt sein, wie sich die Logistik in den nächsten Jahren entwickeln wird!