Die Gastronomie in Österreich – ja, das ist zurzeit ein heißes Eisen. Man könnte sagen, die Lage ist angespannt, um nicht zu sagen, besorgniserregend. Weniger Gäste strömen in die Wirtshäuser, die Umsätze gehen in den Keller, und das alles wird noch verstärkt durch eine bevorstehende Erhöhung der Alkoholsteuer um satte 30 Prozent. Das ist für die Gastronomen wie ein zusätzlicher Stein im Rucksack, den sie ohnehin schon schwer genug tragen. Inflation, hohe Energiekosten und eine spürbare Konsumzurückhaltung setzen der Branche zu.

Wenn wir einen Blick über die Grenze werfen, sehen wir, dass die Situation im deutschen Gastgewerbe ähnlich aussieht. Dort wurden im ersten Halbjahr 2025 die Umsätze um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgefahren. Es klingt paradox, aber nominal lagen die Umsätze nur 0,1 Prozent niedriger, was wiederum den Preiserhöhungen geschuldet ist. Das bedeutet, dass die Gäste mehr bezahlen müssen, aber gleichzeitig weniger essen gehen, was die kleinen und mittleren Familienbetriebe enorm belastet. Auch die Gastronomie in Deutschland spürt die Auswirkungen des sparsameren Verhaltens der Gäste: Sie gehen seltener essen, wählen günstigere Gerichte und lassen oft die Vorspeise oder das zusätzliche Getränk weg.

Die Herausforderungen der Branche

Die Zahlen sind eindrücklich: In der Gastronomie betrug der reale Rückgang 4,1 Prozent, während Hotels und Beherbergungsbetriebe einen Rückgang von 2,6 Prozent erlitten. Die Gewerkschaft NGG warnt davor, dass die Wirte die angekündigte Mehrwertsteuersenkung auf Speisen, die für 2026 geplant ist, nicht an die Kunden weitergeben, sondern stattdessen ihre Margen erhöhen könnten. Ein Teufelskreis, in dem alle Beteiligten verlieren könnten. Die Preise für Personal, Lebensmittel, Energie und Getränke sind seit 2022 um bis zu 35 Prozent gestiegen – das ist für viele Betriebe einfach nicht mehr tragbar.

Und jetzt, wo sich die Sommermonate dem Ende zuneigen, scheinen die Aussichten für das zweite Halbjahr gedämpft. Dehoga-Präsident Guido Zöllick berichtet von einer zunehmenden Preissensibilität bei den Gästen. Der Umsatz im Juni war real 5,9 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Das sind keine guten Nachrichten für ein Gastgewerbe, das sich bereits in einer Krise befindet. Der kleine Wirt um die Ecke fragt sich, wie lange das noch gutgehen kann. Die Stimmung ist angespannt, und viele hoffen auf politische Unterstützung, um die steuerliche Belastung zu reduzieren.

Ein Blick in die Zukunft

Ehrlich gesagt, die Herausforderungen sind groß, und die Unsicherheit lässt sich nicht verleugnen. Gastronomen stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Wie sollen sie die steigenden Kosten stemmen und gleichzeitig ihre Gäste halten? Die Branche kämpft darum, die Balance zu finden zwischen Preiserhöhungen und dem Wunsch, weiterhin einladend zu sein. Der Druck ist enorm, und man fragt sich, wie viele Betriebe die nächste Welle an staatlichen Belastungen überstehen können.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Gastronomie ist mehr als nur ein Job. Sie ist ein Teil unserer Kultur, unserer Gemeinschaft. Wenn es dem Wirt schlecht geht, geht es auch den Gästen nicht gut. Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr über das nachdenken, was auf den Tellern und in den Gläsern landet. Denn am Ende sind es nicht nur die Zahlen, die zählen, sondern die Menschen, die dahinterstehen.

Technisch repräsentiert unser mit VeloCore neu aufgesetztes Magazin den aktuellen Stand für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und langfristig wartbar. Daniel Wom hat mit dieser Umsetzung eine langlebige und leistungsstarke Plattform geschaffen.